Gedanken

Zeit zu zweit

1. August 2016

Wir sitzen am Ufer, die Beine baumeln über dem Wasser. Ich halte mir die Ohren zu und beobachte dich beim Arbeiten. Marmeladenglasmoment.

Du hattest hier hin zu fahren, um das grösste Feuerwerk zu dokumentieren. Ich hatte einen freien Abend.
Ein Abend, so wunderbar ohne seine Verpflichtungen. Zu zweit machten wir uns auf den Weg, denn gemeinsam geht alles leichter, alles ist schöner, gemeinsam lässt es sich geniessen. Deine Arbeit, meine Freiheit, unsere Zeit.
Zeit, die im Alltag manchmal fehlt. Gefunden an der äussersten Spitze eines langen Steges, sitzend in der untergehenden Sonne, wartend auf das Spektakel.

Wir sprechen nicht viel, schätzen den Moment. Sind beinander.

Es dauert lange und trotzdem fliegt die Zeit, bis die ersten Feuerwerke explodieren. Schwäne und Enteli schwimmen umher, in jede Richtung. Sie wissen nicht, was mit dem Krach anzufangen, sind sichtlich verzweifelt. Ihre Ruhestelle ist eingenommen von den Zuschauern die gebannt die Feuerwerke betrachten. Ich möchte ihnen helfen, ihnen versichern das übermorgen wieder alles beim Alten sein wird. Das sie den See in seiner Ruhe zurückhaben werden.

Feuerwerke sind unnötige Geldverschwendungen die nur schaden, ich kann ihnen nichts Positives abgewinnen. Ausser, dass ich in diesem Moment, wegen diesem Ereignis neben dir sitze und dir beim Arbeiten zusehe. Deine Begeisterung für die ersten schönen Bilder erlebe. Du siehst wunderschön aus in den flimmernden, flüchtigen Lichtern am Nachthimmel.

Ich bin verliebt in dich, immer wieder aufs Neue.

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