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Wie kann man einen Roadtrip planen?

22. April 2017
Roadtrip planen

Schönes Licht, feiner Kaffee und die Weiterfahrt planen – wunderbar!

Der letzte Urlaub führte Manuel, mich und unseren Caddy auf einen Roadtrip quer durch Italien.  Zwei Wochen lang fuhren wir durch das grosse Land und übernachteten zwischen uralten Olivenbäumen oder direkt am Meer im Van. Es war eine unvergessliche Reise – doch sie hat mir bei der Planung so einiges abverlangt.

Als erster solche Reise meines Lebens wusste ich nicht, wie und ob ein Roadtrip geplant werden kann. Ich las unzählige Beiträge und Tipps zu dem Thema. Viele sprechen vom grossen Freiheitsgefühl und der Spontanität welche auf einer solchen Reise herrscht. „Einfach mal losfahren“ ist eine gängige Meinung – aber sie passte mir nicht so wirklich. Wieso sollte ich unterwegs nicht wissen, was es anzuschauen gibt? Ist doch schade! So legte ich mir auf all die gesammelten Informationen hin eine eigene Strategie zurecht. Herausgekommen ist eine wunderbare Reise über 4000 Kilometer. Wir entdeckten mega viel und liessen uns gleichzeitig von unseren täglichen Wünschen lenken.

In diesem Beitrag möchte ich dir zeigen, wie ich vorgegangen bin um das zu erreichen. Natürlich habe ich unterwegs auch einiges dazu gelernt, was ich dir gerne mitgeben möchte.

Da wir immer in unserem Van übernachteten kann ich keine Tipps zu Übernachtungen geben.

Einen Roadtrip planen

Roadtrip planen

Die Planung für ein superig schönes Erlebnis

Entscheide dich für ein Gebiet, welches du gerne entdecken möchtest. Das kann je nach verfügbarer Zeit eine Region oder ein ganzes Land sein.
Für unsere zwei Wochen Ferien entschieden wir uns für Italien und kauften eine Strassenkarte dafür. Die war äusserst hilfreich.

Überlege dir, was du interessant findest. Möchtest du wandern gehen? Museen besuchen? Vielleicht dich lieber kulinarisch verwöhnen lassen? 
Wir wollten gerne schöne Städtchen und eine atemberaubende Natur entdecken. Vielleicht ein bisschen wandern und historische Stätten besuchen – schliesslich strotzt Italien davon. Kaum oder kein Interesse hatten wir an grossartigen Museumsbesuchen.

Suche anhand deiner gewünschten Aktivitäten Regionen, Orte und Städte heraus, die du besuchen möchtest. Schaue auch gleich, was du dort machen willst! 
Ich wollte unbedingt Matera im Süden Italiens und Rom kennenlernen. So strich ich diese beiden Sehenswürdigkeiten auf der Karte an.

Im nächsten Schritt trage viele andere Aktivitäten rund um deine ausgesuchten Orte und Städte ein. Je mehr – desto besser.
Ich habe einfach alles in einer anderen Farbe auf der Karte markiert und ein paar Stichworte dazu aufgeschrieben.

Nun mache ein ungefähres Routing: Wo führt deine Fahrt dich durch?
Mautstrassen oder Landstrassen? Denke an Tankstellen!

Trage entlang der Strecke weitere sehenswerte Städtchen und Sehenswertes ein.
Diese sind super hilfreich, wenn du vielleicht keine Lust auf eine geplante Aktivität oder einen Besuch hast. Ich habe zum Beispiel bei den Wünschen die Toskana nicht so hoch eingestuft. Ich wusste aber, dass wir dort durchfahren werden und bei der Heimreise einen Familienbesuch machen würden. Also notierte ich mir verschiedenste kleine Dinge wie die heissen Quellen in Saturnia, eine schöne Weinstrasse und Volterra. Und siehe da: Wir verbrachten spontan fast die Hälfte unserer Zeit in dem Gebiet und hatten so viele tolle Anhaltspunkte.

Nun gegen Ende der Planung hilft es, ein ungefähres Timing zu machen.
Ich habe mir dazu die verfügbaren Tage notiert und grobe Streckenabschnitte festgelegt. Diese halfen uns ungefähr beim Timing aber wir hielten sie nie komplett ein. Dieser Schritt der Planung war aber hilfreich um zu wissen wie wir die Kilometer etwa zeitlich einteilen sollten.

Mache ein ungefähres Budget.
Wie viel Geld ist für Essen, Unterkunft und Tanken da? Stimme es auf deine Finanzen ab und versuche es dann, so gut wie möglich einzuhalten. So sitzt du dann nicht plötzlich tausende Kilometer von Zuhause entfernt auf dem Trockenen.

Sei offen für ganz viel Neues und Spontanes.
Dadurch, dass wir wussten welche Dinge uns wichtig waren zu besuchen hatten wir per se schon mal ein Erfolgserlebnis. Durch die weiteren herausgeschriebenen tollen Orte ergänzten wir jeweils den Tag nach Lust und Laune und waren so richtig schön frei!

Profitipp: Die Strassenkarte und gute Gesellschaft

Der Weg alles auf eine Strassenkarte einzuzeichnen war perfekt! Nur keine Hemmungen, eine neue Karte zu beschriften 🙂 So konnten wir spontan während dem Fahren weiter entscheiden und trotzdem immer ein grösseres Ziel im Auge behalten. Jetzt haben wir eine schöne Erinnerung an unsere Route und die besuchten Orte. Was unseren Roadtrip wesentlich auch zu dem tollen Erlebnis gemacht hat war die gute Gesellschaft, feines Essen und spannende Podcasts. So verflogen die langen Autobahnen in Italien im Nu 🙂

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