Achtsamkeit Slow Living

Wie draussen sein mich zum Nachdenken bringt

3. November 2017

Ich brauche viel Zeit für mich selbst, um meine Gedanken zu ordnen und zur Ruhe zu kommen. Trotzdem vergesse ich immer wieder, wenn ich die Zeit dann habe, was eigentlich meine Prioritäten sind. Oft bin ich selbst dran schuld, wenn ich mir die nötige Zeit nicht gebe, die mir gut tun würde. Dazu gehören für mich Tage ohne Verpflichtungen, spazieren gehen, draussen sein und die Welt entdecken.

Ein Samstag

Heute habe ich meinen Tag wieder einmal nicht so verbracht wie ich es mir eigentlich gewünscht habe. Ich wollte den ganzen Tag rausgehen, aber habe es nicht geschafft. Stattdessen verbrachte ich meine Zeit in der Stadt, ohne zu finden was ich eigentlich suchte.

Am späten Nachmittag kam ich etwas gehetzt nach Hause und setzte Kaffee auf. Doch statt mich damit aufs Sofa zu legen habe ich ihn spontan in einen Becher zum Mitnehmen gefüllt und mich angezogen. Und dann war ich auf dem Weg in ein kleines Wäldchen in der Nähe meines Zuhauses. Um das Knirschen der schönen Herbstblätter unter meinen Füssen zu spüren und um runterzukommen.

Als ich dann den Wald betrete höre ich noch die letzten Autos in der Ferne. Ich bin dankbar, dass ich mich aufgemacht habe. Denn die Verlockung Zuhause zu bleiben war gross. Als ich so gehe und in den Himmel hinaufschaue sehe ich das schönste Abendrot. Es wird bereits dunkel und die Blätter an den Bäumen haben mit dem schwindenden Licht all ihre Farbigkeit verloren. Aber durch den roten Himmel werden sie in eine intensive, unwirkliche Farbe getaucht.

Ein Gedankengang

Ich habe das Gefühl, dass wir wieder mehr mit der Natur zu tun haben sollten. Einen Moment draussen zu verbringen gibt uns einen nötigen Abstand zum Alltag. Das heisst auch, sich darauf zu besinnen was einem gut tut – und woher man kommt. Die Natur ist unsere Lebensgrundlage und wir sollten sie wieder als diese zu schätzen wissen.
Durch eine nicht nachhaltige Lebensweise machen wir uns nach und nach die Natur und damit unsere Existenz kaputt. Kein anderes Lebewesen macht das – wieso sollte der Mensch daran interessiert sein den Ort zu zerstören, der ihn nährt?

Ich gehe. Ich bin viel entspannter als noch vor einer halben Stunde. Ich kann tief Luft holen und denken. Durchatmen. In meinem Kopf ist ein Wirbel voller Ideen und Gedanken. Ich bin dankbar draussen zu sein.

Ein Fazit

Manchmal ist es schwierig seine Prioritäten richtig zu setzen. Da kommen Termine und Verpflichtungen auf einem zu. Ohne es zu merken ist der Kalender plötzlich voll und die eigene Zeit bleibt auf der Strecke. Sich da bewusst Zeit zu nehmen für die eigenen Bedürfnisse ist eigentlich umso wichtiger.
Durch meinen Spaziergang habe ich den nötigen Abstand geschaffen um über meine Zeit und Priorisierung nachzudenken. Durch einen Austausch der Umgebung gibt es einen Perspektivenwechsel. Genau dieser ist manchmal nötig um wieder einen klaren Kopf zu bekommen.

 

Wie gehst du damit um?

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