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Vor- und Nachteile eines Roadtrips ohne Planung

8. August 2017

Ich bin zurück von einem Roadtrip durch die Schweiz, ohne dafür irgendetwas geplant zu haben. Dieser steht im Gegensatz zu unserer Italienreise im Frühling. Ich hatte die zwei Wochen damals akribisch geplant. Daraus entstand der Beitrag „Wie kann man einen Roadtrip planen?“

Die Tipps kamen sehr gut bei euch an und deswegen dachte ich mir, dass ich euch an meinen Erfahrungen ohne Planung teilhaben lasse!
Wir waren eine Woche mit dem Caddy in der Schweiz unterwegs.

Sich auf einem Roadtrip komplett treiben lassen: Das absolute Freiheitsgefühl? 

Roadtrip ohne Planung

Die Vorteile eines Roadtrips ohne Planung

  1. Du kannst jeden Tag, jeden Moment komplett aus dem Bauch heraus entscheiden wohin du gehen möchtest. Das gibt einem ein gewisses Freiheits- und Unendlichkeitsgefühl.
  2. Ohne etwas über einen Ort zu wissen besuchst du ihn unvoreingenommen. Du hast noch keine Instagramposts mit den beliebtesten Spots gesehen und auch noch keine Bewertungen für Sehenswürdigkeiten gelesen.
  3. So gehst du ohne Planung immer der Nase nach und es ist gut möglich, dass du dabei wahre Bijous entdeckst. Orte, Plätze, Perspektiven die dir und dem Internet bisher noch nicht geläufig sind.
  4. Wenn ich weiss, was ich in einer Region alles unternehmen kann und will lasse ich mich oft stressen. Dann will ich innerhalb der wenigen Tagen möglichst alles machen. Wenn du dich vorher kaum informierst, hast du vor Ort bestimmt keinen Stress eine „To-Do-Liste“ abzuarbeiten. Da bleibt viel mehr Platz für spontane Begegnungen und Abzweigungen.

Roadtrip ohne Planung

Die Nachteile eines Roadtrips ohne Planung

  1. Ohne dich auf einen Trip vorzubereiten fehlt dir möglicherweise wichtiges Hintergrundwissen. Das mag, ganz banal, die Verkehrsführung sein aber es können auch wichtige Traditionen und Höflichkeiten vor Ort nötig sein.
  2. Du wirst vor Ort im ersten Moment keine Ahnung haben was du unternehmen kannst und was es anzuschauen gibt. Mit einer Internetverbindung ist das Problem schnell gelöst. Ohne hingegen etwas schwieriger. Rumfragen ist eine Möglichkeit, aber auf Dauer ziemlich nervig.
  3. Fehlende Reservierung und ausgebuchte Campings: Gerade jetzt im Hochsommer sind viele Campingplätze und Hotels ausgebucht. So kann es schon schwierig werden einen Schlafplatz zu finden. Wir haben einfach mehrheitlich wild gecampt und das hat super geklappt. Wenn du es gemütlicher magst: Vielleicht ein-zwei Nächte bereits vorbuchen.
  4. Wir landeten plötzlich in Italien und schwups – war das Podcast weg. Je nachdem kann fehlende Musik ziemlich nerven. Aber noch wichtiger: Ohne Strassenkarte im Ausland zu sein ist ziemlich mühsam!

Fazit zum roadtrippen ohne Planung

Eine grobe Planung hilft sicher, die Reise etwas zu vereinfachen. Vor allem fand ich es wichtig, ein ungefähres Ziel zu haben. Ich wusste, ich möchte in die Region Graubünden und in Richtung schöne Bergseen und dann liessen wir uns dorthin treiben. Ansonsten ist man etwas gar zu planlos.

Für die Woche war das eine gute Mischung und wir haben doch einiges gesehen: Aber nicht so viel wie auf der Italienreise in einer Woche… Ich persönlich mag es Reisen zu planen und möchte in Zukunft auch nicht darauf verzichten. Für einen spontanen und kurzen Trip ist es aber sicher auch mal aufregend ohne Planung loszufahren. Es ermöglicht unvorhersehbare Begegnungen und ein bisschen mehr Freiheitsgefühle!

Roadtrip ohne Planung

Ich, Stand-up-Paddelnd auf dem San Bernardino

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