Erlebnisse Reisen

Unsere Reiseroute des zweiwöchigen Italien-Roadtrip

9. Mai 2017

Reiseroute Italien Roadtrip

Anfang April waren Manuel und ich auf einem Roadtrip in Italien. Unseren südlichen Nachbarn kennen wir vor allem aus Familienferien als Kinder und so war es äusserst spannend das Land Jahre später auf eine andere Weise zu entdecken.

Als wir unseren Trip zu planen begannen, wussten wir gar nicht so recht wo wir alles stoppen sollten. Italien hat eine Fläche von 301’338 Quadratkilometer und ist von oben nach unten gemessen ganze 1200 Kilometer lang. Da gibt es doch einiges zu sehen!

In diesem Beitrag erzähle ich dir, wie wir denn unseren Roadtrip schlussendlich geplant haben um trotz aller Spontanität nichts unterwegs zu verpassen.

Unterwegs waren wir mit unserem Caddy. Zwei Plätze, viel Liebe! Teilweise campten wir auf einem Parkplatz, öfters auf Campingplätzen.
Unsere Reisezeit war Anfang April. Für ein zweites Mal würde ich ein-zwei Wochen später reisen, da es so doch oft noch sehr kalt war.

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Der Caddy zwischen Olivenbaumplantagen.

Doch nun zum Wesentlichen: Unsere Reiseroute!

Aufgrund des Wetters hielten wir uns nicht so lange wie geplant im Süden Italiens auf. Es war kalt und oft ziemlich nass – der „Abstecher“ von mehreren hundert Kilometern hat sich aber trotzdem richtig gelohnt.

Die gesamte Reise haben wir mit MyClimate CO2 kompensiert. Das mag nicht der beste Weg sein die Welt zu verbessern aber ein Ansatz.

Die Reiseroute für unseren zweiwöchigen Italien Roadtrip

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Tag 1: Castiglione della Pescaia

740 Kilometer von Zuhause entfernt landeten wir in diesem kleinen Städtchen. Es liegt am Meer und ist wunderhübsch! Mich hat vor allem unser kurzer Spaziergang beim Eindunkeln durch die Altstadt fasziniert.

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Ein wunderhübsches Fischerboot in Castiglione della Pescaia.

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Der Hafen von Castiglione della Pescaia

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Tag 2: Pompeji – Matera

Das war eine lange Strecke. Wiederum etwas um die 700 Kilometer, dieses Mal aber bei Regen und mit einem Zwischenhalt in Pompeji. Die vom Vulkan verschüttete Stadt war wirklich ein Besuch wert. Abends kamen wir spät in Matera an.

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Verregnetes Pompeij

Tag 3: Matera

Matera besteht zu einem Grossteil aus „Sassis“ welche seit 1993 zum Unesco Welterbe gehören. Die Sassis sind Höhlensiedlungen in welchen bis circa 1952 Menschen wohnten. Bewohnt waren die Höhlen seit der Jungsteinzeit. Matera wurde zur Kulturhauptstadt 2019 erwählt und ist dementsprechend momentan im Umbruch. Man merkt, dass sich die Einwohner auf einen Touristenstrom vorbereiten. Dementsprechend froh waren wir diese Stadt jetzt besucht zu haben, denn sie ist wirklich einmalig. Ein Highlight auf unserem ganzen Roadtrip!

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Matera im Nebel.

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Die Schlucht an weren Abgrund die Stadt gebaut wurde.

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Matera

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Ein Blick in die Gassen Materas.

Tag 4: Polignano a Mare – Monopoli

Polignano a Mare liegt in Apulien an der Adria und ist ein kleines Küstenstädtchen. Es liegt so nahe am Meer wie es nur geht: Die Gebäude wurden bis ans Äusserste an die Klippen gebaut. Die Gegend ist bekannt für ihre Grotten, welche wir jedoch nicht besuchten. Wir übernachteten in Monopoli. Die Stadt ist uns aber nicht wirklich als schön aufgefallen und den Campingplatz würden wir niemals in der Hauptsaison im August besuchen. Die Gegend schreit förmlich nach Party ;).

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Wir am „Strand“ von Monopoli. Schön windgeschützt wars 🙂

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Polignano a Mare

Tag 5: Alberobello – Ostuni

Eine kurze Fahrt führte uns von Monopoli nach Alberobello. Die Stadt ist bekannt durch seine speziell erbauten Häuser. Ein Grossteil der Stadt besteht aus sogenannten „Trulli“. Ein Trulli ist ein Steinhaus, welches meistens runde Bauten welche spitzige Dächer aus Kalkstein haben. Die Trullis sind wirklich schön anzusehen, aber das Ganze ist massiv überlaufen. Die vielen Reisegruppen haben die Stimmung nicht wirklich gehoben – am meisten gefielen uns die Trullis am Rande der Stadt und die Anfahrt! Die Strasse von Monopoli nach Alberobello führt über schöne Kurven durch weite Plantagen, neben Trullis vorbei und immer mit Blick aufs Meer.

Ostuni liegt wie Alberobello etwas im Landesinnere. Der Ort wird auch als „weisse Stadt“ bezeichnet. Alle Häuser sind typisch weiss gekalkt und hübsch anzusehen. An dieser Stelle hatten wir aber bereits etwas die Nase voll von hübschen, weissen Städtchen mit viel Gassengewirr– irgendwann übersieht man die Schönheit einfach 🙂 Deshalb fuhren wir ziemlich schnell weiter und übernachteten auf einem wunderschönen Camping bereits wieder etwas im Norden.

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Alberobello: Die Trulli

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Trullis mit Touristenläden in Alberobello.

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<3

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Alles weiss in Ostuni.

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Hübsches Ostuni!

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Weiter unterwegs. An dieser Stelle hatten wir Hunger und ich die glorreiche Idee in die Grossstadt Bari reinzufahren. Dort erhoffte ich mir feines veganes Essen. Wir gerieten während dem schönsten Sonnenuntergang in einen riesigen Stau, kamen fast nicht mehr raus und dann gab es den angepeilten Laden nicht einmal mehr. Ups.

Tag 6: Vieste im Gargano

Die Fahrt von Bisceglie in den Nationalpark „Gargano“ führte uns neben riesigen Plantagen vorbei. Ich fand es so, so spannend zu sehen woher italienisches Gemüse kommt und dementsprechend gefiel mir die Fahrt auch richtig gut. Eine lange gerade Strasse, links und rechts weite Ebenen. Unser Ziel war Vieste im Nationalpark „Gargano“, welcher auch als Sporen Italiens bezeichnet wird. Vieste ist ein altes Fischerdorf, welches doch auch bereits in der Nebensaison beträchtlich touristisch daherkommt. Der mittelalterliche Ortskern war wie alle hübschen Städtchen in Italien schön.

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Vieste.

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Anfahrt in den Gargano: Rechts Gemüsefelder, links Salzgewinnung.

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Blick auf Vieste im Gargano.

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Das Wahrzeichen von Vieste

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Vieste, leider bei trübem Wetter.

Tag 7: Wandern im Gargano – Peschici

Der Gargano ist ein Vorgebirge welches aus weissen Felsen, dichten Wäldern, Dünen und Sümpfen besteht. Der Nationalpark ist in Italien bekannt für aktive Ferien und so wollte ich unbedingt wandern gehen. Wir entschieden uns für eine kurze Route zu einem der schönsten Strände. Nach nur 45 Minuten erreichten wir den Traumstrand schlechthin: So hohe Klippen, weisser Kieselstrand und ein kristallklares Meer … und ich gewann noch einen Freund! Der Hund freute sich gewaltig über die Streicheleinheiten welche ich ihm gab. Richtig herzig!

Den Abschluss im Gargano bildete ein Besuch in Peschici mit Pizza zum Sonnenuntergang. Himmlisch!
Zum Abschluss des Tages durchquerten wir Italien noch von rechts nach links um die nächsten Tage in Rom zu verbringen.

 

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TRAUM!

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Wir waren gute Freunde!

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hach, hach, hach!

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Peschici

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Peschici

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Unser Abschied vom Gargano-Nationalpark.

Tag 8 & 9: Rom

Auf unserer grossen Italienreise sollte natürlich die Hauptstadt nicht fehlen. Innerhalb von zwei Tagen erkundeten wir Rom und assen in einem sehr speziellen Restaurant mit dem Namen „Solo Crudo“ – nur roh. Wir schlugen uns den Bauch mit feinstem roh-veganem Essen voll und rollten dann gemütlich in Richtung Caddy.

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Der Petrusdom. Die eindrücklichste Kirche, in welcher ich je war.

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Strassenszene in Rom

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Das Kolosseum im Inneren.

Tag 10: Orbetello – Saturnia

Ortobello war nur unserer Übernachtungsort nach Rom, was wir im Nachhinein bedauern. Der Ort wäre eigentlich wunderschön! Wir kauften ein und fuhren zu den heissen Quellen von Saturnia. Dort legten wir uns in das kalkhaltige, etwa 39 Grad warme Wasser und liessen es uns gut gehen.

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Die heissen Quellen in Saturnia.

Tag 11: Saturnia – Bagni di Petriolo

Zum Sonnenaufgang gingen wir erneut zu den Quellen um die Touristenmassen zu umgehen. Die beste Idee! Nach ein paar Stunden waren wir ready fürs Frühstück und machten uns dann auf den Weg zu anderen bekannten Quellen. Die „Bagni di Petriolo“ liegen weiter landeinwärts. Die Strasse dorthin führt durch die schönsten Weinberge und durch kleine pittoreske Dörfer. Die Bagni di Petriolo liegen mitten im Wald und sind noch einmal um einiges heisser als die Quellen in Saturnia. Die Becken sind handgemacht und nicht so gross. Insgesamt hat es uns dort aber um einiges besser gefallen als in Saturnia, auch aufgrund der besseren Wasserqualität.

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Saturnia

Tag 12: Bagni di Petriolo – Siena

Morgens hüpften wir noch einmal in die heissen Becken und machten uns dann auf den Weg Siena zu erkunden. Ich war vor Jahren einmal dort als es stark regnete und hatte überhaupt nicht einen schönen Eindruck von der Stadt. Doch der erneute Besuch revidierte meine Meinung! Siena ist die Hauptstadt der Toskana und hat beeindruckende Piazzas und wunderschöne Gassen mit hübschen Läden.

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Blick auf die Toskana aus dem Auto.

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Tag 13: San Gimignano – Volterra

Am nächsten Tag fuhren wir mitten durch die Toskana. Unser erster Besuch galt der Stadt San Gimignano.

Anschliessend besuchten wir Volterra. Die Stadt scheint bekannt zu sein für ihren Marmor. Auf alle Fälle gab es einiges an Handwerkskunst zu bewundern und zu kaufen. An dieser Stelle waren wir langsam aber sicher ziemlich übersättigt mit hübschen Städtchen. Abends fuhren wir nach Bolghéri um eine der längsten (vielleicht sogar die längste?) Allee der Toskana zu bestaunen.

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Olivenbaum

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San Giminano

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Einsicht in das Handwerk in Volterra.

Tag 14: Bolghéri  – Follonica

Das kleine Dorf Bolghéri ist ein toller Ort für Weinkenner und -Geniesser. Wir bestaunten einfach die wunderschöne Allee und die Häuser und fuhren dann nach Follonica. Auf dem Programm stand ein Tag Strand mit der Familie. Es war wunderschön und tat echt gut!

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Die Allee vor Bolghéri in der Abendsonne

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Die Einfahrt zu Bolghéri

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Am Strand in Follonica

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Tag 15: Levanto

Nun ging es an die Heimreise. Weil wir nicht an einem Stück so weit fahren mochten hielten wir in Levanto, dem ersten Dörfchen der Cinque Terre. Dort übernachteten wir an der Uferpromenade mit vielen VW-Bussen und zwischen Surfbrettern. Am nächsten Morgen liessen wir unsere Ferien am Strand bei Yoga und feinem Frühstück mit Blick auf die Wellen ausklingen. Anschliessend machten wir uns endgültig auf den Heimweg.

Abschluss

Die Italienreise war abwechslungsreich und wir haben so einiges über die italienische Kultur gelernt. Weiter können wir jetzt ziemlich gut Autofahren 😉 Waren uns die engen Gassen in den Städtchen und das abenteuerliche Fahrverhalten der Italiener anfangs noch ungeheuer wurde es uns mit der Zeit immer sympathischer!

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2 Comments

  • Reply www.linux.ca 25. Mai 2017 at 3:42

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      All the best, Pascale

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