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Travel Guide Schottland: Wandern in den Highlands

5. März 2017

Willkommen zum vierten Teil des Travel Guides für eine Reise durch ganz Schottland. Heute geht es um die Highlands und einer herausfordernden Wanderung!
Von Inverness nach Edinburgh: Mit dem öffentlichen Verkehr entdeckten wir in acht Tagen das schöne Land. Dabei sahen wir nicht nur die Städte, sondern ebenfalls die Isle of Skye, wanderten in den Highlands, besuchten eine echte Whiskey-Distillery und unternahmen einen Ausflug zu einer unbewohnten Vulkaninsel. 

Wie das alles in acht Tagen Platz hatte und wie es gut funktioniert erfahrt ihr in diesem Travel Guide über Schottland. Zu den bisherigen Berichten:

Einstieg: Die Zusammenfassung

Beitrag 1: Inverness, Loch Ness und Portree

Beitrag 2: Die Isle of Skye in zwei Tagen

Beitrag 3: Über die schönste Zugstrecke in die Highlands

Und heute gibt es Beitrag vier: Wandern in den Highlands um Glencoe

Das Dorf Glencoe im Tal Glen Coe

Die Häuseransammlung am Wasser ist das kleine Dorf Glencoe.

Von Fort Williams gelangten wir mit dem Bus am Vorabend in die Highlands. Unsere Unterkunft befand sich in Glencoe, einem optimalen Ausgangspunkt für Unternehmungen in den Highlands. Glencoe ist ein kleines Dorf mit einer dunklen Geschichte. Das Massaker von Glencoe kostete in den 1690er Jahren an die vierzig Menschen das Leben. Damals sollten durch einen Hinterhalt alle Mitglieder des MacDonalds Clan hingerichtet werden. Viele konnten durch Warnungen fliehen, erfroren dann aber. Alle Details gibt es unter diesem Link. https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Glencoe 
Das Dorf wird auch «Tal der Tränen» genannt. So steht heute im Dorf ein Mahnmal. Schaurig und beeindruckend, die Geschichte Schottlands… Glencoe liegt eigentlich vor dem Taleingang auf einer Fläche genannt «Carnoch».

Wandern in den Highlands

Bild: Manuel Lopez

Als die Highlands von Schottland bezeichnet man die gebirgige Region im Norden des Landes.
Durch die Landschaft sind sie ein wahres Wanderparadies und so darf eine echte Wanderung in den Highlands auf der Reiseliste natürlich nicht fehlen! Die Landschaft entstand aus vulkanischen Aktivitäten und ist wahnsinnig beeindruckend.
Der optimale Ausgangspunkt für einen kurzen Aufenthalt ist im Dorf Glencoe. Möchte man aber mehrere Wanderungen unternehmen eignet sich eine Unterkunft etwas weiter hinten im Tal Glen Coe besser.

Wanderung auf den Pap of Glencoe

Ganz oben: Pap of Glencoe

Aufgrund unserer eintägigen Aufenthaltszeit schliefen wir im Dorf und planten eine Wanderung auf den markanten «Pap of Glencoe». Wir liessen das Gepäck in unserer Unterkunft und wanderten mit dem Nötigsten ausgestattet los: Daunenjacke, Faserpelz, Regenjacke und -hose, gute Wanderschuhe und etwas Proviant.

Der Pap of Glencoe ist ein beeindruckender Berg und sein Name bedeutet so viel wie «Brust von Glencoe». Mit seinen 742 Metern klingt er für Schweizer Verhältnisse fast schon kümmerlich – aber huuuii die Wanderung hatte es in sich.
Die Dauer wird mit etwa vier Stunden angegeben. Wir unternahmen die Wanderung Mitte Oktober und ich möchte betonen, dass sie nicht unbedingt was für gemütliche Gemüter ist. Ich kann wandern und bin mir einiges gewöhnt, war aber einige Male kurz davor aufzugeben. Die Wege sind steil und vor allem sehr, sehr steinig. Teilweise ist der Pfad so ausgetreten, dass er mehr einer Geröllhalde gleicht. Sollte Schnee liegen rate ich von der Wanderung ab.


Weg? Steine? Irgendwas dazwischen… Bild: Manuel Lopez

Aber die Aussicht, ja sie lohnt sich. Sie entschädigt. Der Blick über Loch Leven, die Brücke von Ballachulish und Glencoe ist fantastisch, das Panorama gigantisch.

Auf dem Gipfel angelangt war keine Pause möglich, aufgrund von starkem Wind. Nach einem kurzen Foto (ich hatte Angst, weggewindet zu werden) machten wir uns auf dem gleichen Weg auf den Rückweg.

Mehr eingepackt geht nicht. Mehr Wind auch nicht.

 

Auf dem Rückweg

Nach einiger Zeit wurden wir auf ein regelmässiges Röhren aufmerksam und entdeckten doch tatsächlich Hirsche! Wie sehr habe ich mich an dieser Stelle ein Fernglas gewünscht… Der Rückweg war lange und mühsam. Unten angekommen war ich ungefähr die stolzeste Person auf der Welt. Nicht übertrieben.

Einen detaillierteren Wanderungsbeschrieb gibt es hier.

Superhappy sind wir – und ich hatte den ganzen Tag einen Kapuzenabdruck. Ups.

Blick nach hinten ins Tal von Glen Coe.

Zurück im Dorf schlugen wir unsere Zeit bis zur Busfahrt abends nach Oban mit einem Aufenthalt im liebevoll gestalteten «Glencoe Cafe» und einem Abendessen in «The Glencoe Catering» tot. Das Essen kann ich nicht empfehlen, für Veganer gab es (wieder einmal) Chips und überraschenderweise einen Tomaten-Basilikum Salat. Nicht gerade regional, aber man nimmt was man kriegen kann. Das Lokal hatte Wifi und ich empfehle an dieser Stelle, ein Buch dabeizuhaben.

Die anschliessende Busfahrt nach Oban dauert dann etwa eine Stunde. Der Bus fährt direkt vor dem Restaurant. Ich schätze, dass die Strecke bei Tageslicht wunderschön wäre!
In Oban wurden wir an der Haltestelle von unserer liebsten Airbnb Gastgeberin abgeholt.

Zum Schluss noch ein super-enthusiastisches Bild mit mir und einer Telefonzelle. Was macht die dort auch bloss?

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