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Travel Guide Schottland: Über die schönste Zugstrecke in die Highlands

2. Februar 2017

 

Willkommen zum dritten Teil des Travel Guides für eine Reise durch ganz Schottland. Ich nehme euch mit auf unsere Oktoberreise quer durch Schottland. Als es daran ging die Reise zu planen wollte ich unbedingt alles mögliche entdecken. So plante ich stundenlang die Route. Von Inverness nach Edinburgh: Mit dem öffentlichen Verkehr entdeckten wir in acht Tagen das schöne Land. Dabei sahen wir nicht nur die Städte, sondern ebenfalls die Isle of Skye (Highlight!), wanderten in den Highlands, besuchten eine echte Whiskey-Distillery und unternahmen einen Ausflug zu einer unbewohnten Vulkaninsel.

Wie das alles in acht Tagen Platz hatte und wie es gut funktioniert erfahrt ihr in diesem Travel Guide über Schottland. Zu den bisherigen Berichten:

Einstieg: Die Zusammenfassung
Beitrag 1: Inverness, Loch Ness und Portree
Beitrag 2: Die Isle of Skye in zwei Tagen
Und heute geht es weiter mit dem dritten Beitrag: Von der Isle of Skye in die Highlands

Travel Guide Schottland

Zwei Möglichkeiten der Weiterreise

Vorneweg: Es gibt zwei Wege von der Isle of Skye in die Highlands zu kommen. Entweder kann mit dem Bus über Kyle Lochalsh, wie bei der Anfahrt gefahren und dann mit dem Zug weiter gereist werden. Oder man nimmt eine Fähre und gelangt via Mallaig über die Hogwarts-Zugstrecke in die Highlands. Wir haben uns für Letzteres entschieden, weil: Harry Potter! Diesen Weg zeige ich euch nun auch.

Travel Guide Schottland

Aussicht aus dem Bus auf dem Weg nach Armadale

Doch lasst uns bei der Abreise beginnen.
Mit schwerem Herzen verliessen wir am vierten Tag die Isle of Skye mit dem ersten Bus.
Man fährt knapp zwei Stunden von Portree an den südlichsten Punkt der Insel. Von Armadale verkehrt dann in regelmässigen Abständen eine Autofähre aufs Festland. Die Überfahrt kostet um die drei Pfund pro Person und ist auch für Menschen ohne Auto möglich. Einmal hin dauert rund fünfundzwanzig Minuten. Link zur Website mit dem Fahrplan

Die Überfahrt nach Mallaig

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Letzter Blick auf die wunderschöne Insel <3

 

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Windig & kalt

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Die Autofähre mit Blick auf das Festland

Ich war schon etwas traurig den schönen Flecken Land zu verlassen! Unsere Überfahrt gestaltete sich dann ganz schön windig und kalt. Trotzdem standen wir neben den wenigen anderen Passagiere an der Reling und bestaunten das sprudelnde Wasser unter uns und die fabelhafte Aussicht. Während die Isle of Skye in der Ferne immer wie kleiner wurde (ich komme wieder!), kam Mallaig in Sicht. Das kleine Städtchen liegt am Meer (haha) hat ungefähr 800 Einwohner und einen hübschen Hafen.

Kaum vom Fährendeck runter realisierten wir, dass wir nun ganze vier Stunden in Mallaig zu vertrödeln hatten. Bei der Planung hatte ich diese Zeit zum Anschauen des Städtchens eingeplant, nur leider war dieses bereits in wenigen Minuten erkundet.

The Jacobite Steam Train

Vor Ort erfuhren wir dann, dass ein Dampfzug, genannt “The Jacobite Steam Train” die Strecke nach Fort William befährt. Nur hatten wir unsere Tickets für den normalen Zug bereits erworben (online im Voraus zu buchen ist um einiges günstiger!) und der Steam Train war sowieso schon ausgebucht. Der Steam Train ist ein zusätzliches Highlight zur Route des Hogwarts-Train und er ist eingerichtet, wie ebenjener Hogwartsexpress. Die bekannte Aufnahme des Harry Potter Zuges über einem Brückenviadukt ist zwischen Fort William und Mallaig gedreht worden. Das Viadukt nennt sich Glennfinan Viadukt und auch ohne spektakulär dampfenden Zug erwartete uns die Strecke.

Entweder kann also die Zeit mit der Fahrt vom besonderen Zug vollgepackt werden. Oder ihr könnt eine Rundwanderung um Mallaig einplanen. Diese soll laut unserer Bedienung im Restaurant ausserordentlich schön sein und etwa ein bis zwei Stunden dauern. Wir waren dazu etwas zu faul und so assen wir in der Wartezeit einen Baked Potatoe mit Beans, tranken Tee, unternahmen einen kleinen Spaziergang den Hügel hinauf und besuchten einen wunderbar klischeehaften Secondhand Book Store. Mein Kauf des neuen Harry Potter Bandes passte perfekt auf die bevorstehende Zugfahrt!

Die Zugstrecke Mallaig – Fort William

Als es endlich los ging, ja da freuten wir uns riesig. Und meine hohen Erwartungen wurden sogar noch übertroffen! Die Zugstrecke ist wahrhaft die Schönste, welche ich je gefahren bin. Und das nicht nur wegen dem Glennfinan Viadukt! Das grosse Bauwerk ist in eine wunderschöne Landschaft eingebunden und hat eine beeindruckende Architektur. Es kann auch „von aussen“ also nicht vom Zug aus besucht werden. Aber darüber zu fahren war schon noch einmal einen Ticken spezieller. Zusammen mit dem neuen Band Harry Potter auf dem Schoss ein doppelt und dreifach schönes Gefühl! Nie hätte ich mir als Kind erträumt, auch einmal dort durchfahren zu dürfen.

Während der gesamten Zugfahrt wechselt die Landschaft regelmässig. Zu bestaunen gibt es Seen, Lochs, Täler und Berge. Wunderschöne Bäume und kleine Bächlein. Herzige Hochlandrinder und kleine Schafe. All das im einmaligen Licht von Schottland. Wow! Bei der Ankunft in Fort William hatte ich eine ziemlich plattgedrückte Nase vom Rausschauen und eine volle Speicherkarte.

Unser Zug. In Schottland fahren sie mit Diesel!

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Hübsche Impression 🙂

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wooooooaaaaaaa!!

Die Bucht des Glennfinan Viadukt.

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Das Glennfinan Viadukt itself.

Die Reise von Mallaig nach Fort William kostet pro Person um die zehn Pfund. Für den Steam Train zahlt man das Dreifache. Unser Zug hielt ebenfalls kurz bei der Brücke um uns Touristen einen tollen Blick zu ermöglichen. Dementsprechend fand ich auch den normalen Zug super!

Von Fort William nach Glencoe

Die Stadt Fort William wird auch das “Tor zu den Highlands” genannt. Sie ist an sich nicht besonders schön und ich entschied im Voraus, dass wir weiterreisen bis Glencoe. Das Dorf liegt noch etwa dreissig Minuten mit dem Bus entfernt mitten in den Bergen. Gleichzeitig ist es durch ein “Loch” auch noch am Meer – mega! Und diese Entscheidung kann ich euch nur anraten, denn der nächste Tag lässt sich so direkt für eine Wanderung nutzen.
Von Fort William gelangt ihr mit dem Bus Nummer 44 nach Kinlocheven nach Glencoe. Eine Fahrt kostet um die sieben Pfund pro Person. Die Haltestelle ist ziemlich versteckt und ich bangte schon, dass wir unseren einzigen Bus verpassen würden.
Solltet ihr sie ebenfalls suchen: Einmal aus dem Zugsbahnhof heraus hat es eine grosse Zeile Busse. Die Nummer 44 fährt aber nicht dort. Ihr müsst einmal rechts, durch eine Fussgängerunterführung, dann wieder rechts an eine vielbefahrene Strasse.

So landeten wir nach einem Tag Reisen im schönsten Bed & Breakfast! Ich kann euch einen Aufenhalt im Beechwood Cottage B&B absolut empfehlen. Modern, alles & mehr was man braucht und die herzigsten Gastgeber überhaupt. http://beechwoodcottage.scot/
Mehr zu Glencoe im nächsten Teil. 🙂 Bis dann!

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