Gedanken

Sonnenuntergang

27. April 2016

Jeden Morgen die ausdruckslosen Gesichter im Zug, ein fremder Mensch neben einem. Wie er sich wohl fühlen mag? Die Musik in den Ohren übertönt den eigenen Herzschlag.

Luft anhalten. Nicht zeigen, wie es einem geht. Es selbst verdrängen, was will man schon damit. Soweit, bis man nicht mehr darüber nachdenkt. Bringt ja nichts.

Manchmal braucht es nur einen kleinen Auslöser. Monatelange Anspannung löst sich, eine Gedankenwelt bekommt Platz, die vorher nirgends einen Ort hatte. Die Welt scheint sich etwas zu verdunkeln. Wie kommt man da wieder heraus?

Geduld mit sich selbst, Zuneigung, aktive Veränderungen.

Es ist nicht gut, zu verdrängen. Sich einzureden, dass ja alles perfekt ist. Aber es ist so schwierig, manches zu akzeptieren.

Am Ende dieses Tages ist nichts geklärt. Doch ich fühle mich leichter. In der Grundschule lernte ich: Nach dem Regen kommt der Sonnenschein. Wie heute: Der Sonnenuntergang trägt meine Gedanken in eine hoffnungsvolle Richtung.

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