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Den Sommer überwintern – Erdbeeren pflücken

13. Juli 2016

Hallo meine Lieben!

Heute erzähle ich euch etwas zu meinem Vorsatz mehr saisonal zu essen und wie ich den ersten Schritt gemacht habe. Ich muss vornweg nehmen: Ich habe praktisch keinen Bezug dazu. Natürlich weiss ich, das Tomaten im Dezember nicht in die Läden gehören und Himbeeren im Januar bestimmt nicht auf dem Feld neben der Migros gewachsen sind. Aber das hält mich nicht davon diese teilweise (mit einem leicht schlechten Gewissen) einzukaufen. Der Veganismus hat mich dazu gebracht, dass ich mehr Rücksicht auf die Umwelt durch meine Lebensweise nehmen will. Zu einem kleinen ökologischen Fussabdruck gehört jedoch nicht nur die Reduktion/der Verzicht auf tierische Produkte sondern auch das saisonale und regionale Einkaufen. Ich möchte lernen mehr Achtsamkeit zu diesem Thema in meinen Alltag einzubauen.

Erdbeeren pflücken

Ich kann euch sagen, zur Öko-Tante werde ich dadurch jetzt bestimmt nicht. Nur noch saisonal und regional essen ist für mich momentan ungefähr gleich erreichbar wie das Besteigen des Mount Everests. Ich kenne es einfach zu wenig und muss mich erst damit auseinandersetzen. Mit Essen beschäftige ich mich eh schon viel zurzeit, weil ich versuche meine vegane Ernährungsweise nährstofftechnisch in den Griff zu kriegen. Da möchte ich mich nicht zusätzlich überfordern, schliesslich will ich die Freude daran nicht verlieren.

Aber Fakt ist; saisonale Lebensmittel schmecken einfach besser! Sie sind frischer, saftiger, geschmacksvoller und liefern bestimmt auch mehr Nährstoffe. Und klimafreundlicher sind sie erst noch. Wir befinden uns gerade mitten im Sommer und haben die besten Voraussetzungen die frischesten Früchte und das knackigste Gemüse zu kaufen.
Meine Grossmutter hat früher grosse Mengen an Lebensmittel eingemacht oder tiefgefroren. Mit diesem Vorbild bin ich gestartet: Ich wollte ein bisschen Sommer konservieren! Der erste, einfache Schritt sozusagen.

Ich musste schnell merken: Das gibt echt viel zu tun. Und da ich keinen blassen Schimmer habe welche Mengen von welchen Lebensmittel ich verarbeiten soll. Also wirds dieses Jahr ein Trial and Error Projekt und gestartet bin ich mit Erdbeeren!

Erdbeeren pflücken

Erdbeeren pflücken

Manuel und ich hatten uns bereits seit drei Jahren vorgenommen Erdbeeren pflücken zu gehen und endlich kriegten wir es hin! Wir waren kurz nach Sonntagmittag vor Ort und es war ein gut gewählter Zeitpunkt: Die Pflanzen waren voll mit Erdbeeren, jedoch hatte der Wechsel von Regen zu Hitze sie faulen lassen. Viele der erhaltenen Früchte waren bereits in andere Körbe gewandert und eine Stunde später hatten wir bereits Mühe geeignete zu finden. So kamen wir aber noch dazu acht Kilogramm zu ernten und nach Hause zu transportieren.

Die Erdbeeren verarbeiten

Im ersten Verarbeitungsschritt wuschen wir die Früchte kurz. Anschliessend rüsteten wir sie: Stiel und schlechte Stellen schnitten wir weg.

Erdbeeren pflücken

Ein Teil der Erdbeeren schnitten wir ganz dünn um sie zu trocknen. Das klappte ganz gut, nur war es mühsam die dünnen Scheiben wieder vom Gitter abzulösen.
Der grösste Anteil bereiteten wir zum Einfrieren vor: Alle Früchte kamen auf ein Backblech welches mit Backpapier ausgelegt war. Nachdem das ganze Blech gefüllt war ohne dass die Erdbeeren sich zu sehr berührten kam es in den Gefrierschrank. Dort blieb es für zwei Tage, die Erdbeeren konnten richtig durchfrieren ohne zusammenzukleben. Anschliessend löste ich sie vom Backpapier und verteilte sie auf Tüten. Beim Kosten fiel mir auf wie lecker die Beeren tiefgefroren schmecken! Richtig aromatisch, viel stärker als eine frische aus dem Supermarkt!
Und ein kleiner Anteil der Beeren verarbeitete ich zu einem spontanen Erdbeerkuchen!

Ein erstes Fazit

Es erfordert viel Geduld Lebensmittel zum Konservieren aufzubereiten. Allerdings war ich danach so stolz, dass es die Mühe locker wettmachte! Jetzt freue ich mich darauf im Winter einen herrlichen Erdbeersmoothie mixen zu können. Ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben! 🙂

Da blieb noch was für einen feinen Kuchen übrig 🙂

für später merken:

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2 Comments

  • Reply Mark Howells-Mead 15. Juli 2016 at 10:54

    Seitdem ich hierzulande wohne, freue ich mir immer wieder auf die saisonale Spezialitäten. In England werden die meisten frischen Zutaten halt immer verfügbar: Mensch erwartet es mittlerweile nicht anders. Man hat dort fast vergessen, wie gut saisonale Früchte schmecken, wenn sie nur zur richtigen Jahreszeit kommen. Sei es die geschmackvolle Erdbeeren in Sommer oder die leckere Kürbisse im Herbst, man kann sich auf saisonale Gemüse und Früchte ebenfalls freuen, wie auf das passende Wetter auch.

    • Reply Pascale 21. August 2016 at 12:23

      Da hast du Recht! Wir sollten aber auch hier uns mehr an der Nase nehmen und uns darauf achten 🙂
      Liebe Grüsse, Pascale

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