Gedanken

Regenbogenzeichen

13. September 2016

Wir fahren über das Wasser, die Oberfläche ist glatt.

In meiner Welt läuft alles rund. Ich bin in ein wohlhabendes Land geboren worden, habe eine unterstützende Familie. Meine Freunde sind für mich da. Mit der Person an meiner Seite bin ich gemeinsam, zusammen. Da sind meine Jobs und Hobbies, die mir viel geben. Ich kann lernen, essen, schlafen, gesund sein. Eine glatte Wasseroberfläche.

Wir fahren über das Wasser, die Oberfläche wird kraus. Regen in Sicht.

Alles läuft rund und gut. Mehr und weniger. Ich kann mich glücklich schätzen. Es ist wunderschön, doch ich mache keine Freudentänze.

Wir fahren über das Wasser, die Oberfläche ist rau. Der Regen ist da. Wellen.

Kleine Dinge, kleine Kanten. Einfach. Grosse Dinge, grosse Ecken. Schwierig. So erkenne ich mein Glück erst, wenn die klare Rundung ihre Form verliert. Die Oberfläche unruhig wird.

Der Regenbogen taucht in den Wellen auf. Er zeigt mir die ganze Schönheit. Wegweiser der Vergangenheit und Zukunft.
Ich will mir bereits in den runden Momenten ohne Regenbogen bewusst sein, was ich habe. Diese Zeit leben und die Momente geniessen. Mich von meinem Glück überwältigen lassen.

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