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Mit Wandern zu mehr Klarheit im Kopf

2. September 2017

Meine liebe Leser

Du kennst es vielleicht auch: Wir sind oft super-busy und eigentlich immer unterwegs. Ich persönlich habe eigentlich nie nichts zu tun. Da fällt es schwer, sich einmal die Zeit herauszunehmen und Ruhe zu gönnen. Dabei wäre das oftmals bitter nötig: Die alltäglichen Gedanken sorgen für einen vollen Kopf, denn sie nehmen den Raum ein und nichts konkurrenziert sie. Deswegen ist es umso wichtiger, dass wir uns aktiv Zeit und Platz geben um unser Denken zu öffnen.

Wann hast du dir das letzte Mal eine Pause gegönnt? Und wie hat diese ausgesehen?

Zeit in der Natur verbringen

Zeit in der Natur zu verbringen ist für mich einer der angenehmsten Wege um mich wieder zu finden und zur Ruhe zu kommen. Und Wandern in der Natur treibt diese Wohltat noch weiter.
Einer der letzten Momente, die ich bewusst draussen verbracht habe war als ich mit meiner Mama dazu nach Zermatt gefahren bin. Kopf lüften, raus aus dem Alltag. Endlich wollten wir die fünf Seen-Wanderung machen, die wir uns so lange vorgenommen hatten! Viel zu oft nehme ich mir nämlich etwas vor, ohne dann den richtigen Zeitpunkt zu finden. Trotz vieler Termine und To-Do’s haben wir den Tag in den Bergen verbracht.

Ein Schritt vor den anderen, ein Atemzug folgt dem nächsten. Beim Wandern ist weniges wirklich wichtig. Der Fokus liegt auf dem eigenen Körper, wie er einen Höhenmeter nach dem anderen bezwingt. Auf den Füssen, die ein Stein nach dem anderen betreten. Darauf, ob man bereits Durst hat. Wie weit es noch ist, bis zum nächsten Wegabschnitt. Auf die gute Begleitung, die einem eine Anekdote erzählt.

Man fühlt sich klein in der grossen Natur.

Durch diese Verschiebung des eigenen Fokus kann sich ein Gedankenwirrwarr in der Weite verlieren. Durch die frische Luft gibt es neuen Platz im Kopf. Wandern ist Zeit in der Natur zu verbringen. Zeit in der Natur gibt wieder Raum zum Atmen. Raum zum Atmen gibt Distanz zum alltäglichen Rennen. Und das schüttet bei mir ganz viele Glückshormone aus.

Pilgerweg: Das ultimative Ziel der Kopflüftung und Konfrontation

So herzige Schäfli sieht man eben nicht in der Stadt 🙂

Die fortgeschrittene Variante vom Wander-Erlebnis habe ich vor ein paar Wochen mitbekommen: Pilgern. Ich durfte zwei lieben Pilgern einen Schlafplatz bieten und habe dabei so vieles gelernt. Zum Beispiel, dass Pilgern nicht aus religiösem Antrieb passieren muss. Das man sich auch auf den Jahrhunderte-alten Weg begeben kann um sich selbst kennenzulernen. Das dabei durch den Kopf im Platz und im Herzen wiederum wahre Gedankengebilde entstehen können. Klingt irgendwie verlockend, sich sich selbst zu stellen – nicht?

Auf dem Wanderweg habe ich ein bisschen gefilmt, da ich einfach Lust dazu hatte. Keine Verpflichtungen, kein Druck. Daraus habe ich mein erstes Videotagebuch geschnitten.

 

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