Slow Living

mach dich sichtbar

25. Oktober 2016

mach dich sichtbar

Montagmorgen, es ist noch dunkel. Ich steige aus dem Zug und stelle fest, dass es neblig ist. Es wird langsam aber sicher Winter. Wie immer mache ich mich zu Fuss auf den Weg in die Agentur. Nach wenigen Schritten wird mir bewusst, wie unsichtbar ich für Autofahrer sein muss. Schwarze Jeans, schwarze Jacke, dunkelblauer Rucksack, schwarze Schuhe, dunkle Haare. Nur der kleine reflektierende Kreis an meinem Rucksack könnte mich von hinten anzeigen, aber diesen habe ich zur Hälfte überklebt.

Es ist Freitag, ich schaue mir Videos zu gemachten Projekten an. Gleich zweimal taucht das Thema Sichtbarkeit und Sicherheit im Strassenverkehr auf. Besonders beeindruckt hat mich dabei folgendes Projektvideo:

Ein grosser Anteil der Unfälle passiert nach dem Eindunkeln. Erst nachdem ich gelernt habe Auto zu fahren musste ich merken, wie unsichtbar wir als Fahrradfahrer oder Fussgänger wirklich sind. Bin ich als Fussgängerin unterwegs bin ich meiner Präsenz bewusst. Aber das heisst leider nicht, dass es andere Verkehrsteilnehmer auch sind.

Mir ist klar, ich will da sein zu Weihnachten. Und deshalb muss ich mich unterwegs sichtbarer machen. Und ich bin mir sicher, dass es dir, lieber Leser, genau gleich geht.

Wir alle haben die folgenden Tipps schon mindestens einmal gehört. Trotzdem erwische ich mich selbst immer wieder dabei, wie ich Strassen bei roter Fussgängerampel überquere oder während dem Gehen aufs Handy starre. Deshalb hier zur Erinnerung:

Die einfachsten Tipps um sich sicher zu bewegen

  • Helle Kleidung tragen – statistisch gesehen scheint das ziemlich viel auszumachen.
  • Sich vorhersehbar bewegen: Dazu gehört Trottoirs und Zebrastreifen zu benutzen um den Überraschungseffekt der eigenen Bewegungen zu verhindern.
  • Es hilft, sich zurückhaltend und beobachtend zu bewegen. Sieht dich ein Autofahrer nicht, siehst du ihn vielleicht. Deshalb: Immer mitdenken.
  • Natürlich hilft es auch, sich nicht ablenken zu lassen. Also keine Nachrichten schreiben oder Videos schauen. (hmpf.)

Hilfen

“«Die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung gibt an: Ein dunkel gekleideter Fußgänger ist im Abblendlicht eines Autos aus ca. 25 m Entfernung sichtbar, bei heller Kleidung aus etwa 40 m und mit retroreflektierendem Material aus 140 m.» ”

— http://www.bgn.de/476/1862/1

Ein Fahrradlämpli an den Rucksack/die Kapuze hängen. Dabei nicht vergessen, dass man von vorne wie auch von hinten sichtbar sein sollte.

  • Eine Sicherheitsweste anziehen: Ich sehe gefühlt immer mehr Fahrradfahrer mit solchen Westen und die Kindergärteler tragen nun auch Grosse (nicht mehr nur so Dreiecke wie ich vor Jahren). Ich muss ehrlich zugeben, dass ich dazu etwas zu eitel bin. Aber vielleicht Abends beim Joggen?
  • Eine kleine Taschenlampe dabei haben und diese leuchten lassen. Da tut die Handytaschenlampe ihren Job bestens.
  • Reflektierende Streifen auf den Lieblingsrucksack und die Jacke kleben. Muss ja nicht gleich mega hässlich aussehen. Aber am besten rundum (also nicht nur vorne und hinten) und auf den sich bewegenden Teilen wie Arme und Beine.
  • Es gibt Sprays, die auf die Kleidung aufgetragen werden können und das Material dann reflektieren lassen. Das scheint aber nur semi zu funktionieren.
  • Wer stricken kann: Es gibt reflektierende Wolle! So einen Schal oder eine Mütze wäre was ziemlich praktisches 🙂 (https://www.junghanswolle.ch/?P=100112673&H=gs_juwo_ch_pool_hs)

Ich freue mich auf weitere Tipps und Erfahrungen eurerseits 🙂

Trag Sorge zu dir!   

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