Foodies 101 Simple Food

Foodies 101: Was ist eine Jackfruit?

14. Mai 2016

Heute habe ich etwas gegessen, dass hatte ich vorher noch nie. Ich war an der Vegana in Zürich und kaufte mir beim „Hiltl“-Stand ein „Pulled Jack frei nach Pulled Pork Taschenbrot“. Das Pulled Jack ist in diesem Fall Fruchtfleisch der Jackfrucht. Das erste Mal hörte ich von dieser fremden Frucht durch dieses Burgerrezept meines Lieblingsfoodblogs. 
Doch was ist das überhaupt, Jackfruit? Und wie soll es zu einem Fleischimitat werden?

“Der Jackfruchtbaum ist eine Pflanzenart in der Familie der Maulbeergewächse. Die Frucht wird Jackfrucht, auch Jackbaumfrucht, Jakobsfrucht und im brasilianischen Portugiesisch Jaca genannt.”

— Wikipedia weiss alles.

Die Jackfrucht ist die grösste Frucht weltweit, die an Bäumen wächst. Nach den Kürbissen, die ja bekanntlich am Boden wachsen also die zweitgrösste Frucht der Welt! Ziemlich faszinierend, dass sie in unseren Schulen nie erwähnt oder thematisiert wird. Eine Jackfrucht kann bis zu 35 Kilogramm schwer werden. Ganz reif soll sie innen ziemlich fein riechen aber aussen nach Zwiebeln stinken. Die Jackfrucht kann also reif gegessen werden, der Geschmack wird mit einer Mischung zwischen Apfel, Banane und Mango beschrieben. Ich möchte dies unbedingt auch einmal ausprobieren! Das Aufschneiden einer solchen gigantischen Frucht scheint schwierig zu sein: Es gibt einige Videos dazu auf Youtube!

Das Fleischimitat wird allerdings aus den unreifen Früchten gewonnen. Diese sind während der Ernte noch grün. Das Fruchtfleisch ist faserig und kann nahezu jeden Geschmack annehmen. Die unreife Jackfrucht wird geschält und von den Kernen befreit. Anschliessend wird das Fruchtfleisch in Stücke geschnitten und mit einer Sauce nach Wahl mariniert. So entsteht dann auch der individuelle Geschmack. Im Vergleich zu Seitan oder Tofu ist das essbare Produkt natürlich und nicht stark industriell verarbeitet und genau dort liegt einer seiner Vorzüge. Voll an Vitaminen und Ballaststoffen gibt es als Nahrung auch etwas her.
Hierzulande seien sie vor allem in Dosen zu kriegen. Da werde ich mich mal auf die Suche machen!

Doch wie hat es mir denn geschmeckt?

Im Taschenbrot mit drin waren geröstete Zwiebeln und Coleslaw, etwas scharfe Sauce und Salat. Zuerst richtete ich den Salat so, dass er besser verteilt war. So als Dekoration war das ja ganz schön, aber praktisch zu essen sollte das doch auch noch sein. Dann biss ich hinein: Die Konsistenz war nett, crunchy, saftig und leicht fasrig. Da die Jackfrucht-Stückchen so klein waren, war es etwas kompliziert ihre Konsistenz genau zu analysieren. Ich versuchte, einige herauszuziehen, aber da war immer etwas Karotte oder Zwiebel dran, was es verfälschte. Das Rezept von Hiltl wurde gut ausgearbeitet und die einzelnen Komponente aufeinander abgestimmt.
Ich kenne das „Pulled Pork“ nicht. Deshalb kann ich dieses und die Jackfruchtimitation nicht vergleichen. Mir hat es allerdings sehr gut geschmeckt! Definitiv besser als ein Seitanburger: Irgendwie leichter, netter zu beissen, nicht so fettig. Ich werde das auch versuchen einmal zuzubereiten.

Quellen:
The Guardian
Smoothiewelt.com

Update, Juli 2017

Mittlerweile habe ich Jackfrucht mehrere Male gegessen und mag es richtig gerne. Als Fleischimitat gewinnt sie offensichtlich immer mehr an Bekanntschaft. Diese Woche habe ich die unreife Jackfrucht in Dosen nun auch im Asiamarkt gefunden. Ich werde sie in der nächsten Zeit zubereiten und gerne berichten. Man darf gespannt sein 🙂

Auf Pinterest teilen oder für später speichern:

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.