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Ich mag keine grünen Smoothies.

2. Juni 2016

In jedem noch so trendigem und veralteten Magazin finden sich mittlerweile Rezepte für Smoothies. In der Migros Takeaway-Theke haben sie ihren festen Platz und in jedem Kühlregal stehen sie direkt neben den Fruchtsäften. Als ich begann mich mit der Ernährung auseinanderzusetzten war es nicht möglich diese zu übersehen und sie waren neben den Superfoods mit das erste, was ich entdeckte.
Kaum davon gehört begann ich selbst welche zu mixen. Kann ja jeder, so ein paar Früchte in den Topf werfen und pürieren. Leider schmecken mir die selbstgemachten einfach nicht – zu dickflüssig, zu herb, zu langweilig. Und grüne Smoothies? Einmal gemixt, probiert, dann war mir schlecht. Und genügend gegessen hatte ich noch nie nach einem Smoothie. Ein mir schleierhafter Trend.

Die Definition

“Smoo|thie
kaltes Mixgetränk aus Obst und Milchprodukten

englisch-amerikanisch smoothie, zu smooth = weich, sanft”

— duden.de

Gewisse Trends muss man nicht verstehen, die müssen einem nicht schmecken, zusagen. Bei Quinoa geht es mir beispielsweise so. Ein komisches Pseudogetreide, welches selbstgekocht einfach grässlich schmeckt. Ziemlich vergleichbar zu Smoothies mag ich da auch nur, wenns jemand sonst gemacht hat.

Ich bin aber nicht der Typ Mensch, welcher etwas aufgibt ohne ihm eine letzte Chance gegeben zu haben. Und ich meine, ich kriege einen Smoothie selbst hin, denn ich mag. Banane, Mandelmilch, Waldbeeren. Alles rein, Deckel drauf – lecker! Und die gekauften schmecken mir ja. Also muss da mehr möglich sein.
So meldete ich mich für die “21 Tage Green Smoothie Challenge” von gruenesmoothies.de an. Du bekommst kostenlos Rezepte für jeden Tag mit Einkaufslisten zugestellt, es gibt eine Facebookseite und der Austausch scheint gross zu sein. Bereits vor einem halben Jahr bekam ich den Newsletter aber hatte nicht genug Interesse um dann wirklich mitzumachen. Das Mitmachen ist kostenlos und ich sah es als perfekte Gelegenheit, etwas zu lernen. Die ganze Aktion ist professionell aufgegleist, macht durch Video und Bilder Lust auf mehr und die erhaltenen Newsletter sind nützlich und keinesfalls nervig. Die Rezepte kommen ohne alternative Süssungsmittel und Milchprodukte aus, was für mich begrüssenswert ist.

Begonnen hat die Challenge gestern, am 1. Juni. Ich bin am Vorabend einkaufen gegangen und war so gespannt und die Zutaten sahen so lecker aus, dass ich gar nicht auf den nächsten Tag warten mochte. Deshalb habe ich noch im Mai den ersten Smoothie gemixt und dafür gestern ausgelassen. Respektiv, da habe ich die Hälfte der Zutaten einfach so gegessen. Mango und Ananas zum Frühstück? Immer gerne!
Das Einkaufen empfand ich etwas als schwierig, da es doch einige Zutaten benötigt die auch nicht ganz günstig sind. Ich bin dann vom Coop noch in den Lidl gegangen, weil das Coop nur richtig teure Erdbeeren hatte. Wenn ich könnte würde ich gerne Bio kaufen, aber sieben Franken für ein Körbli sind für mich zu viel.

Ein erstes Fazit

Es handelt sich mit den grünen Smoothies um meine schwierigste Baustelle. Dafür hat der erste aber richtig lecker geschmeckt. Ich war bei beiden Smoothies erstaunt ab der Menge welche sich ergeben hat und mochte gar nicht alles essen. Bereits gelernt habe ich folgendes:

  • Es lohnt sich einen guten Mixer zu haben: Mein kleiner Betty Bossi Mixer war sehr schnell überfordert und ist heiss gelaufen. Daraufhin musste ich den Smoothie ins Kühlfach legen um ihn trinken zu können. Mit dem grossen Mixer lief es viel besser und der Smoothie wurde auch viel cremiger – lecker!
  • Länger mixen lassen! Heute morgen hatte ich ein riesiges Stück Ingwer im Glas und musste teilweise noch etwas beissen.
  • Ich brauche eine passende Flasche um die Smoothies verpacken zu können. Auch wenn die Mengen etwas grösser sind.
  • Es macht absolut nichts ob ich die Bestandteile etwas vertausche. Ich habe zum Beispiel kein “Römerherz” und auch kein Bataviasalat gefunden. Spinat schmeckte auch ganz gut.
  • Es braucht Zeit einen Smoothie zu essen. Es wird nämlich kein Getränk sondern eine Mahlzeit gemixt welche Schluck für Schluck getrunken werden sollte. Für mich eignet sich ein Smoothie deswegen ziemlich gut für unterwegs im Zug zu essen!
  • Am Abend vorher bereits die einzelnen Früchte schnippeln lohnt sich.

Ich bin gespannt auf den weiteren Verlauf der Challenge! An einigen Tagen wird es bestimmt aus Zeit- und Reisegründen schwieriger werden. Aber ich war von den ersten beiden Tagen positiv überrascht. Und jetzt gehe ich gleich ein paar Brennesseln und Löwenzahn suchen für die Wildkräuter im morgigen Rezept. Irgendwie komisch 😀

Meine liebsten grünen Smoothies zum kaufen

Wie oben erwähnt mag ich die gekauften Smoothies meist ganz gerne. Deshalb habe ich die grünen Smoothies zusammengetragen, welche ich gerne mag. Beim Blick auf die Zutatenlisten fällt sofort auf, dass oft Fruchtsaft mitgemischt wird. Das finde ich insofern spannend als das dabei die Ballaststoffe verloren gehen und die Smoothies vielleicht nicht mehr ganz so gesund sind. Aber immer noch genug gesund! Und lecker 🙂

 

Einige interessante Links

Wer sich mehr für das Thema interessiert kann ich folgende Links empfehlen. Sie sind sehr spannend und informativ 🙂

gruenesmoothies.de

projekt-gesund-leben.de: 5 Anfängerfehler und wie du sie verhinderst

projekt-gesund-leben.de: Grüne Smoothies für Anfänger

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