Yoga und Sport

Sportarten ausprobieren: Functional Power Circuit

10. August 2016

Schon eine Weile versuche ich, mehr Sport zu treiben. Manchmal klappt das gut und dann vergesse ich es wieder. Deshalb bin ich mich aktiv nach einem Kursangebot am umsehen, welches mir Spass macht. In diesem Bericht erkläre ich euch, was Functional Power Circuit ist und wie es mich an meine Grenzen gebracht hat.

Am Montag eröffnete die Welle 7 am Bahnhof Bern. Das Gebäude wird von der Migros Aare betrieben und dementsprechend werden viele Klubschulangebote durchgeführt: So ziemlich alles von Sprach-, über Koch-, zu Programm-, Lebenseinstellungs- und Fitnesskursen. Die oberen Stockwerke der Welle 7 sind alle mit Konferenzräumen und diesen Kursen betrieben. Ich belächelte die Klubschulkurse immer etwas, dachte die seien für Hausmamis und Gelangweilte die gerne basteln möchten. Nun, ich erfuhr, dass in der Eröffnungswoche Schnupperkurse gemacht werden können und dachte mir, warum auch nicht. Etwas Neues ausprobieren und vielleicht seine Meinung ändern ist immer gut 🙂

So meldete ich mich für zwei Kurse an: Functional Power Circuit und irgendwas mit TRX nächsten Freitag. Ersterer fand gestern Abend statt und oha, ich konnte heute Morgen kaum aufstehen. Ich bin der Muskelkater persönlich, jedes Körperteil schmerzt. Aber kein Wunder bei diesem Training!

Im Functional Power Circuit werden nach dem Aufwärmen (das mich schon kräftig ins Schwitzen brachte) reih herum Kraftübungen absolviert. Durchschnittlich besteht so ein Circuit aus sechs bis zwölf Posten. Gestern waren es acht und bei jedem muss eine Minute lang eine Übung durchgeführt werden. Die Übungen beanspruchen die unterschiedlichsten Muskelgruppen und werden teilweise mit Hilfsmitteln gemacht(deshalb auch der Ganzkörpermuskelkater). Nach vier Posten wurde in diesem Kurs eine Ausdauerübung als Gruppe gemacht.

Im Folgenden versuche ich, die Übungen zu erklären.

  1. Man stellt sich unter die TRX-Bändern, die auf Brusthöhe angemacht sind (ist das immer so?) und zieht sich zu den Bändern und geht wieder in die schräge Position zurück. Die Brust- und Armmuskeln werden beansprucht.
  2. Planking: Das Planking wird aber nicht still gemacht, sondern der eine Fuss wird auf den anderen getippt. Immer abwechslungsweise, bis man zusammenklappt oder die Minute um ist.
  3. Dicke Taue sind an einer Sprossenwand befestigt. Leicht in der Hocke werden diese geschwungen. Erst war das meine Lieblingsübung, doch nach circa. zwanzig Sekunden wurden die Arme richtig schwer. Viel zu schwer.
  4. Ausfallschritt gegen hinten und vorne.
  5. Zu zweit legt man sich hin, Füsse aneinander. Es werden Rumpfbeugen gemacht und immer wenn man oben ankommt wirft man sich einen Medizinball zu.
  6. Diese Übung habe ich nicht so ganz begriffen: Auf gelben Gummi-Dinger die wie umgedrehte Igel aussehen sollen Liegestützen gemacht werden. Oder so. Ich kann nicht einmal ohne diese Dinger Liegestütze – so gings dann gar nicht.
  7. Schon wieder ein Fitness-Hilfsobjekt das ich nicht kenne: An der Wand in bodennähe ist eine schwere Eisenstange angemacht. Es werden Kniebeugen gemacht, einfach mit dieser Stange in den Händen.
  8. Absitzen, nach hinten lehnen – im ersten Moment klingt das ganz gut. Doch nach ein paar Sekunden wird das ganz schön anstrengend. Gleichzeitig hebt man einen Kettleball von der einen zur anderen Körperseite.

Es wurden im Kurs gestern zwei Umdrehungen des Circuits gemacht. Nach einer halben war ich bereits fix und fertig. Das Fitnesslevel war sowieso sehr unterschiedlich. Manche Teilnehmer haben augenscheinlich keinen Schweisstropfen vergossen und andere sind wie ich ziemlich an ihre Grenzen gelangt. Besonders anstrengend waren die Zwischenübungen für die Ausdauer.

Fazit: Das Functional Circuit Training kann je nach Kursleiter unterschiedlich aufgebaut werden. Es ist ein hammermässiges Ganzkörpertraining und gerade für Unerfahrene (und eher unsportliche) wie mich eine grosse Herausforderung. Ich glaube, ich war nach fünfzig Minuten Sport noch nie so fix und fertig. Zeitsparend sich stärken – weshalb auch nicht. Mir hat manchmal etwas die Zeit gefehlt um die Übungen zu lernen und korrekt auszuführen. Zudem habe ich das Startsignal (kam mit der Musik) oft nicht mitgekriegt und war noch am Pausieren. Lustig war es, mit fremden Menschen sich so anzustrengen. Es entwickelte sich ein spannender Zusammenhalt.

Sonja, die Kursleiterin, war freundlich und bestimmt, korrigierte und motivierte uns.

Und nun noch etwas zur Infrastruktur der Welle7: Die Welle7 hat topmoderne Turnhallen und neuste Sportgeräte. Die Umkleideräume sind etwas eng, bieten aber gratis Zugang zum Duschen und zu abschliessbaren Kästchen. Diese werden mittels eines selbst festgelegten Codes abgeschlossen. Ich bekam meines nicht auf Anhieb auf, obwohl der Code stimmte.

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