Hauptgericht

Anderes ist auch essbar: Mangold

10. September 2016

Dies ist der erste Beitrag der Serie „Anderes ist auch essbar“!

Dabei probiere ich mich mit mir neuen oder selten gekochten in der Küche aus und verfasse ein Rezept. Das Ziel ist, meinen Horizont kulinarisch zu erweitern und gleichzeitig meine Künste in der Küche zu verbessern. Bei der Auswahl der Nahrungsmittel versuche ich auf Saisonalität zu achten.

Den Anfang macht das Gemüse «Mangold». Mangold begegnet mir öfters in Listen für besonders gesundes Essen aber ich habe ihn noch nie selbst gekocht.

Meine Suche nach Mangold verlief harzig. Ich war mir sicher, ihn schon in Supermärkten gesehen zu haben, doch jetzt war er wie vom Erdboden verschluckt. Auf meine Nachfrage in unterschiedlichen Läden war die Antwort stets dieselbe: «Ah, Sie wollen Mangos?»
Ich stand also etwas entmutigt im letzten Laden der mir eingefallen war und entschied mich, stattdessen mit Krautstiel mein Rezept zu kochen. Irgendwie verunsicherte mich seine Form: der Krautstiel sah meiner Meinung nach dem Mangold verblüffend ähnlich. Auf dem Weg zur Kasse googlete ich das Gemüse und die Suchmaschine klärte mich dann schnell auf, dass es sich um ein und dasselbe Gemüse handelt. Krautstiel ist dabei lediglich der deutschschweizerische Ausdruck. Im Englischen wird Mangold «Swiss Chard» genannt. Ups, kann ja niemand wissen 🙂

Mangold ist ein altes Blattgemüse und es gibt ihn in verschiedenen Farben. Die Stiele können weiss, orange und rot sein und auch die Blätter gibt es von hellgrün bis dunkelrot. Es wird beides gegessen. Bei uns finden wir vor allem die weiss-grüne Sorte (wie langweilig).
Seine ursprüngliche Heimat liegt um das östliche Mittelmeer und wir heute vor allem in Spanien und Frankreich angebaut. Er gedeiht aber auch prächtig im eigenen Garten 🙂 Mangold wächst circa 90 Tage, bis er geerntet werden kann, saisonal ist er von Juni bis September. Er ist verwandt mit dem Spinat und der Roten Beete.
Kein Wunder begegnet mir das Gemüse oft in Listen für starke, nährstoffreiche Ernährung! Mangold ist ein wahres Wunderpaket an Vitaminen und Mineralstoffen: Er enthält viel Kalium, Magnesium, Eisen, Vitamin K, A und C und sollte so unbedingt in den Speiseplan eingebaut werden.

Er hat aber auch eine Tücke: Mangold darf offensichtlich nicht wieder erwärmt werden, da sich dabei das enthaltene Nitrat in gesundheitsschädliches Nitrit verwandelt. Wir wollen ja nicht was Gutes in was schlechtes verwandeln 🙂

Nun aber genug geschwafelt, ab zum Rezept! Es ist das erste Mal, dass ich ein solches erstelle, ich freue mich auf Hinweise eurerseits.

Das Rezept

Das Rezept eignet sich wunderbar für eine herzhafte aber nicht schwer im Magen liegende Mahlzeit. Anstelle der Pasta kommt es auch wunderbar mit Kartoffeln.

Für: 3 Personen
Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten

Zutaten

BASICS

500g     Mangold
160g      Pasta
1 Tasse  rote Linsen
250g     Räuchertofu
1/2         Zwiebel

SAUCE

0.25 dl   Olivenöl
1             Knoblauchzehe
1/2         scharfe Paprika

GEWÜRZE

Salz
Pfeffer

Die Zutaten (bis auf die Sauce) :)  Die Zutaten (bis auf die Sauce) 🙂

Die Zubereitung

Stiele und Blätter separat schnippeln. 

Stiele und Blätter separat schnippeln.

Alles in die Töpfe

Alles in die Töpfe

 

  1. Pasta und Linsen nach Anweisung auf der Verpackung kochen. Dabei die Linsen vorher gut waschen und noch kein Salz beigeben, da sie sonst eine längere Kochzeit benötigen.
  2. Mangold waschen, gut abtropfen lassen und die Blätter von den Stilen trennen.
  3. Mangold schnippeln: Die Stile und die Blätter einzeln in Stückchen schneiden.
  4. Tofu und Zwiebel in Speckwürfeli grosse Würfel schneiden.
    Das muss nicht perfekt werden 🙂 
  5. Den Boden einer Bratpfanne mit Wasser bedecken, erhitzen und die Mangold Stiele reingeben. Andünsten, bis sie noch etwas Biss haben.
    Dann Mangoldblätter hinzugeben und kurz mitdünsten. Dann die Hitze reduzieren.
  6. Gleichzeitig den Tofu und die Zwiebeln in einer anderen Pfanne mit etwas Öl erhitzen und anbraten. Vorzugsweise mit Sonnenblumenöl, da hitzebeständig. Der Tofu darf so richtig knusprig sein! 🙂
    Dann mit drei EL Sojasauce ablöschen und noch kurz weiterbrutzeln lassen (gut rühren)
  7. Die Pasta und Linsen nicht vergessen: abgiessen.
  8. Nun zur Sauce! Der Knoblauchzehe pressen und zusammen mit dem Olivenöl, der winzig geschnittenen Paprika und Salz und Pfeffer in ein Gefäss geben.
  9. Die Sauce den Linsen beifügen, kurz erhitzen (nicht kochen).
  10. Knusprig gebratener Tofu zu dem Mangold geben, unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen.
  11. Alles auf einen Teller geben, ein bisschen Olivenöl oder Sojasauce drüberträufeln.
  12. Esseeeeeen 🙂

 

Happy eating! :) 

Happy eating! 🙂

 

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply