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Ein Streetfoodfestival in Thun?

14. Juni 2016

Vor Monaten teilte mir Facebook mit, dass sich einige meiner Freunde für einen Event interessieren: „Streetfood-Happening“ in Thun. Ich war zugegebenermassen überrascht, dass in unserem beschaulichen Städtchen so etwas veranstaltet werden sollte. Streetfoodfestivals verbinde ich mit grossen Städten welche oftmals aktueller mit Trends wie diesem umzugehen wissen. Ich liebe Essen, Strassenfeste sowieso und dann auch noch fast Zuhause – gespannt freute ich mich auf mehr Informationen.

Am Wochenende war es dann bereits so weit. Von der lokalen Tageszeitung beauftragt fotografierte ich in einem kurzen Zwischenstopp das Geschehen. Natürlich ass ich etwas, die Chance muss man packen 🙂 Am Sonntagabend verlegten Manu und ich unser Abendessen auf den Markt und konnten noch einige schöne Momente dort geniessen.
Der Anlass verband vieles, was mir gefällt und deshalb gibt es jetzt ein kleiner Review dazu.

Die Kommunikation im Vorfeld überraschte mich. An zahlreichen Events in Bern und der Umgebung begegnete ich Flyern und Plakate. Das war mir bisher erst an wenigen Anlässen welche in Thun stattfanden in diesem Ausmass vorgekommen.
Das Design der Kommunikationsmassnahmen überzeugte mich. Es war nicht an erster Stelle innovativ und überraschend aber es kam doch zeitgemäss und zielgruppenorientiert daher. So wurde ich über Wochen hinweg immer wieder daran erinnert, den Anlass zu besuchen. Nicht aufdringlich, aber ganz praktisch. Die Website des Happenings dagegen fiel in dem schönen Gesamtbild aus Fahnen und Flyer negativ auf. Ich werde jetzt keine komplette Analyse dieser schreiben, aber ich war doch enttäuscht. Der Anfang machte die Gratisdomain: Es gibt wenig zu tun, eine Internetadresse zu reservieren und noch weniger, wenn die Website über einen Anbieter wie Jimdo erstellt wird. Das Design ist veraltet und hält sich farblich nicht an die restlichen Medien. Der Zusammenhang ist lediglich am Namen und dem Logo erkennbar. Inhaltlich ist die Website okay aufbereitet. Nichts überwältigendes aber informativ. Die Übersicht über das Angebot an Foodtrucks ist praktisch und gab mir einen Eindruck, ob ich den Markt auch besuchen will.

Doch nun zum eigentlichen Erlebnis! 🙂

Der Ort und Aufbau

Der Streetfoodmarkt fand auf dem Aarefeldplatz Thun, gleich beim Bahnhof statt. Leider spielte das Wetter dieses Wochenende nicht besonders mit, aber es gab glücklicherweise ein paar trockene Plätzchen durch aufgestellte Schirme. Dass das Happening direkt am Bahnhof stattfand war bestimmt förderlich für die Anzahl Besucher. Mir persönlich sagte es weniger zu, da dieser Platz für mich Thun nicht verkörpert. Durch die Busse und Autos ist es ein unruhiger Platz und die Foodstände liessen ihn sehr klein erscheinen. Ein schöner Ort wäre der Rathausplatz gewesen um mehr Atmosphäre und Luftzu schaffen. Um das Rathaus herum, neben der Aare, in der oberen Hauptgasse – das hätte sich bestimmt gut gemacht. Allerdings hatte ich nicht den Eindruck, dass der Markt eine Grösse hatte um Personen von weiter weg anreisen zu lassen. Ich denke, dass sich die Veranstalter den Standort bewusst ausgewählt haben und es würde mich der Grund ihrer Wahl interessieren.
Der Platz wurde in seiner Fläche optimal genutzt. Leider stand noch eine grosses mobile Valiantbank auf dem Platz, welche einiges an Platz für sich beanspruchte. Dieser hätte dem Markt bestimmt gut getan und etwas mehr Raum für Kinderwagen und essende Personen geboten.
Der Aufbau des Foodtruck Happenings war klassisch: Foodtrucks aneinandergereiht mit offenen Klappen und vielen freundlichen Gesichtern. Es wurden zahlreiche Festbänke aufgestellt und so Zonen zum Verweilen geschaffen. Das war sympathisch!

Bei meinen zwei Besuchen bekam ich den Eindruck, dass sehr unterschiedliche Personen Interesse am Markt hatten.
Pendler, welche mal eben kurz guckten, Familien mit Kinder in jedem Alter, Rentner, Anwohner und viele weitere. Das Angebot war auch verschieden genug um für jeden Geschmack etwas zu bieten. Ich hätte nicht gedacht, dass das Streetfoodhappening in Thun auf ein solche Resonanz stossen würde. Auch am Sonntagabend hatte es zahlreiche Besucher das Happenings. Da schienen einige Stadtbewohner ihr Abendessen trotz schlechtem Wetter nach draussen verlegt zu haben. Die Stimmung war freundlich und sehr angenehm.

Angebot

Es gab Sushi, Crêpes, Burger, Süssigkeiten, Raclette, Smoothies… Das Essen war im Grossen und Ganzen vielseitig. Für die Grösse hatte es jedoch einige zu ähnliche Trucks für meinen Geschmack. Zum Beispiel gab es eine grosse Anzahl an Crêpetrucks und Burgerbrater.
Nach dem Lesen der Foodtruckzusammenstellung auf der Website war ich mir unsicher, ob ich eine Auswahl an veganen Speisen antreffen würde. So besuchte ich den Markt etwas mit gemischten Gefühlen. Das Angebot vor Ort überraschte mich jedoch! La Chouette mit veganen Crêpes (den besten übrigens!), vegane Pandabuns, Smoothies, diverse Gerichte mit Hummus und teilweise Sushi … Ich kam auf alle Fälle nicht zu kurz.

Crêpes for everybody! Crêpes for everybody!

Da ich La Chouette bereits kenne, machte ich bei „Le Schnauz“ halt und ass ein Crêpe. Leider war der Teig komplett versalzen und das Essen damit für die Tonne. Das war wirklich enttäuschend! Wenigstens waren die Standbetreiber richtig sympathisch und aufgestellt, was das Ganze etwas besser machte. Vorher hatte ich mir noch einen Smoothie bei „Rebel Smoothie“ geholt. Ziemlich teuer, aber absolut überzeugend in Geschmack und Konsistenz. Lohnenswert!
Am Sonntag waren bereits sehr viele Stände abgereist oder zu weil ausverkauft. Das war etwas schade, tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Mir zeigte es eher, dass auf Lebensmittelverschwendung geachtet wird und das finde ich unterstützenswert. Also probierte ich einen Panda Bun. Dieser war gefüllt mit allerhand leckeren Dingen: Teriyaki, Pilze, Rotkraut, Ingwer, Grünzeug – sehr überzeugend und ausserordentlich lecker. Den Preis von 7.– fand ich fair (auch das das Gericht mit Fleisch endlich mal teurer war). Den Abschluss machte ein Crêpe mit Schokolade und Banane von La Chouette – ein absolutes Highlight!

Insgesamt war der Eindruck mehr als positiv: Das Streetfoodhappening in Thun hatte nahezu alles was das Herz begehrt, eine praktische Grösse und nette Besucher. Ich werde gerne wiederkommen, sollte er noch einmal stattfinden!

Pandabun for me! Pandabun for me!

Grüne Smoothies werden gemixt! Grüne Smoothies werden gemixt!

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