Gedanken

Dunkle Wolken

24. Mai 2016

Manchmal sehe ich in der Ferne eine dunkle Wolke. Weit weg, unbedrohlich aber beeindruckend. Durch ihr Näherrücken beginnt sie, einzelne Sonnenstrahlen abzufangen. Sie aufzusaugen. Es entstehen dunkle, düstere Flecken in der Landschaft. Teilweise auch neben oder direkt auf mir. Vielleicht verzieht sich die Wolke an dieser Stelle wieder und lässt wieder Platz für das Licht. Oder sie rückt noch näher. Verdeckt die Sonne komplett, die Umgebung wird dunkel und windig.

Dunkle Wolken sind beeindruckend. In ihrer Bedrohlichkeit steckt die Schönheit.

Im Leben begegnen einem viele solche Wolken. Die einen kleiner, die anderen wuchtiger. Sie beeinflussen das eigene Handeln. Schutz suchen oder ausharren? Vertrauen oder Gehen. Der Ausharrende mag von dicken Tropfen getroffen werden oder verschont bleiben. Der Umgang mit den Tropfen kann auch ganz unterschiedlich sein. Sie ignorieren, selber Tränen fliessen lassen oder sie lachend entgegennehmen. Es ist uns überlassen. Der Schutzsuchende mag zwar im ersten Moment intelligenter wirken. Aber seine Möglichkeiten sind beschränkt. Im Schutz bleiben, wenig erfahren oder sich doch wieder hervortrauen, mitten in den Sturm hinein. Dann jedoch unvorbereitet.

Es ist uns überlassen, wie wir mit diesen dunklen Wolken umgehen. Aber, Wolken verziehen sich wieder. Egal wie gross und undurchdringlich, die Sonne wird ihren Weg zurück finden.

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