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Der Weg zur kulinarisch und sozialen Bereicherung

19. August 2016

Uns steht die ganze Welt an vielfältigen Lebensmitteln, Gewürzen und Kräutern offen. Und trotzdem schöpfen wir sie nicht aus. Langeweile im Alltag? Die kann bereits gemeinsam am Zmittag angegangen werden. Es ist an der Zeit, dass wir uns mehr wagen!

Der Weg zur kulinarisch und sozialen Bereicherung

Wir bekommen aus unseren Familien Essgewohnheiten mit auf den Weg. Von Klein auf wurde bei mir daheim mit ähnlichen Produkten gekocht: immer frisch, mit viel Gemüse und Tierprodukten. Ich ass gerne was ich schon kenne, denn es löste stets ein heimeliges Gefühl aus. Als Teenager kam ich in eine ungesunde Phase. Das konnte es aber nicht sein, unreine Haut und die schleichende Gewichtszunahme fand ich rasch nicht so prickelnd. Also begann ich mich mit gesunder Ernährung und Vegetarismus auseinanderzusetzten. Und da begannen mir in Rezepten immer wie mehr Lebensmittel zu begegnen, die ich nicht kannte oder nur selten Berührungspunkte gehabt hatte. Zum Beispiel Leinsamen, Dinkel, Hülsenfrüchte aber auch allerhand Superfoods.
Diese Lebensmittel forderten mich heraus: Ich wollte doch die neuen, so gut aussehenden Rezepte ausprobieren. Gleichzeitig fürchtete ich mich vor einem schlechten Mundgefühl, dem Unbekanntem. So drückte ich mich monatelang vor Sojamilch, traute mich nicht. Und dann plötzlich, ich weiss noch genau: es war ein wunderhübscher Herbsttag und ich stand im Starbucks. Dort entschied ich mich aufgeregt für die fremde Milchalternative – und es schmeckte! Ich war überglücklich und stolz, meine innere Blockade überwunden zu haben. Das war der Startschuss, seither probiere ich immer neue Lebensmittel aus und es erfordert mit jedem Mal weniger Überwindung und ist immer aufregend.

Die Erkenntnis

Erst durch dieses Ausprobieren merkte ich, dass ich uuuuuh gerne orientalisch esse. Etwas, was es Zuhause nie gegeben hatte.
Jetzt bin ich der grösste Fan von Eintöpfen mit Hülsenfrüchten und exotischen Gewürzen, ich ergreife jede Chance, neues auszuprobieren. Stell dir vor, ich wäre in meiner kleinen, heimeligen blase geblieben! Ich hätte nie von all den möglichen kulinarischen Bereicherungen erfahren.

Margrit

Letztens lud mich meine Freundin Claudia über margr.it zu einem orientalischen Buffet ein. Ich war natürlich sofort dabei, klingt schliesslich genau nach meinem Geschmack.
Margrit ist eine vermittelnde Plattform um das Mittagessen in guter Gesellschaft zu verbringen. Es funktioniert wie Aribnb, nur mit Essen statt einer Unterkunft gegen Bezahlung. Für alle, die gerne ein frischgekochtes Zmittag essen möchten und kontaktfreudig sind: perfekt!
Claudia kochte also und vier Personen konnten sich anmelden. Ich liess mich gespannt auf das Abenteuer ein, mit fremden Menschen einen Mittag zu verbringen. Und dann durfte ich für Bärner Meitschi sogar noch einen Gastbeitrag dazu verfassen!
Es war ein unglaublich bereicherndes Erlebnis, kulinarisch wie sozial. Meinen Bericht mit allen Eindrücken, Erkenntnissen und mehr zu Margrit gibt es bei den Bärner Meitschis («Mittagessen bei Fremden am Tisch: Die Idee hinter ‹Margrit ›»)

Lass uns mutig sein! 🙂

Ich kann dir nur raten Neues auszuprobieren. Immer wieder. Verlasse die Komfortzone des Bekannten und du bekommst so viele neue Eindrücke und Erlebnisse 🙂 Es überrascht mich jedesmal wenn ich über meinen Schatten springe und ich konnte schon so viel Positives daraus gewinnen!
Ein fremdes Gemüse ins Einkaufskörbli zu legen und zuhause zu verarbeiten ist nicht schwer. Schmeckt es gut, wird es zu einer Bereicherung. Magst du es nicht? Kein Problem, es war die Erfahrung wert.

Und teilt das Essen mit euch lieben Menschen. Es macht es einfach viel schöner.

Schon bald erzähle ich euch mehr zu einem Projektli, welches genau dieses Thema betrifft! 🙂

 

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