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Der Besuch der Veganmania 2016

29. Juni 2016

Geniesst ihr auch gerade die Sonne so sehr wie ich? Der Sommer scheint endlich bei uns angekommen zu sein und das macht mich richtig glücklich! Wenn ihr also gerade auf dem Bauch im Gras liegt oder eine Minute Zeit beim (hoffentlich veganem) Grillen übrig bleibt: Hier folgt mein Eindruck von der Veganmania 2016. 🙂

Die Veganmania

An der Veganmania dreht sich alles um das Thema Veganismus. Bereits seit 1998 wird sie in fünf verschiedenen Ländern durchgeführt. Sie zieht viele Interessierte an und ist, laut der Website veganmania.ch damit einer der wichtigsten Treffpunkte der Szene.
Wer sich nun nur einen Markt vorstellt, den kann ich begeistern: Der Markt wird begleitet von speziellen Aktionen wie Wettbewerben, Tombola, fairen Fashionshows und Brunchmöglichkeit.

Leider habe ich vom Brunch zu spät erfahren, sonst hätte ich gerne 25.– in ein reichhaltiges, veganes Zmorgenbuffet investiert. Gut, wahrscheinlich wäre ich bis Aarau verhungert – ich kann nicht ohne Frühstück!
Als wir mitten am Nachmittag ankamen braute sich am Himmel richtig was zusammen. Wir wussten nicht wohin und leider war am Bahnhof auch nichts ausgeschildert. Wir gingen also in die Richtung wo wir die Altstadt vermuteten, da ja in allen Städten meistens dort solche Happenings stattfinden. Kaum standen wir in den Gassen schüttete es bereits aus allen Schleusen. Jesses, sowas habe ich noch selten erlebt. Von unserem Unterstand aus sahen wir einige Marktstände, welche jedoch alle geschlossen waren. Da bekam ich doch etwas Angst, dass die Veganmania vielleicht abgebrochen worden war!
Wir warteten ungeduldig, denn trotz Schirm wären wir platschnass geworden. Als der Regen endlich etwas nachliess verliessen wir unser trockenes Plätzchen und bogen um die nächste Ecke. Und let me tell you: Es hatte Stände, viele sogar. Einige waren dabei ihre Waren wieder auszupacken welche sie vor den Regengüssen schützen mussten. Andere Stände hatten besser vorgesorgt und liessen sich nicht stören. Einige hatten sogar das Glück und waren in der kleinen Markthalle untergebracht. Dort gab es ein paar Tische, Kaffee und Essen, Kleidung und später am Nachmittag Live-Musik. Wer wollte konnte sich ein Tombolalos kaufen und Preise gewinnen. Da ich bei sowas meistens eher Pech habe liess ich es lieber bleiben und investierte mein Geld in Essen.

Der Markt in der Altstadt

Ein Kritikpunkt

Ich muss sagen, die Ausschilderung an der Veganmania und in der Stadt hätte besser sein können. Ich kenne Aarau nicht. So war es etwas mühsam den etwas abgesetzten zweiten Teil der Marktstände zu finden. Immerhin ist die Altstadt richtig schön und gab auch so was zu entdecken. Ich wusste gar nicht, dass Aarau so hübsch ist!
Auch zu den verschiedenen Programmpunkten wie die Modenschau, Urban Gardening Workshops und Vorträge waren nirgends Informationen angeschlagen.

Das Angebot

Wie ihr wahrscheinlich bis hierhin schon mitbekommen habt, gab es einiges zu entdecken! Nächstes Jahr werde ich mich vertiefter mit den Programmpunkten auseinandersetzen um diese auch mitzukriegen. Glücklicherweise liefen wir an das Verteilen von Käsekuchenstückchen heran! Denn das war wirklich ein Highlight. Ich mochte Käsekuchen noch nie, aber die haben es geschafft mich zu überzeugen. „Das wahrscheinlich grösste vegane Käseküchlein der Welt“ wurde an der Veganmania mit einer Füllung von Vegusto gebacken und WOW! Deftig und käsig: Es roch schlechter als es schmeckte. Ich muss mich informieren wie das Rezept lautet, denn ich weiss dass sich einige meiner Freunde dafür begeistern lassen würden.
Die Veganmania bot aber noch einiges mehr an Essen. Es gab verschiedenste Anbieter mit Kebab, Crêpes, Burger, Eis, Eintöpfe, Wraps und ähnlich Deftigem. Das hat mich ehrlich gesagt etwas enttäuscht, ich hätte gerne etwas spezielleres, anderes Essen gesehen. Ich weiss, das ist viel verlangt. Ich meine, das angebotene, deftige Essen war super. Aber jeder definiert selbst für sich, was er als spannend empfindet und mich hat das eben dieses Mal nicht ganz so umgehauen.

Es gab jedoch auch ein, zwei spannendere Angebote: Die gefüllten Strudel von Poushe waren wieder vor Ort, andere boten Waffeln oder sojafreies Birchermüesli an. Auch Smoothies gab es wieder und ich bereue es etwas, nicht bei Rebel Smoothies vorbeigeschaut zu haben.
Enttäuscht war ich hingegen vom Veganz-Wagen. Die Preise waren allgemein an der Veganmania gehoben, aber ihre? Viel zu hoch!

Jedes Mal mache ich einen kleinen Abstecher zu Naturkostbar und kaufe mir je ein Himbeer- und ein Erdbeerpralinee. Absolute Liebe!

Viele Aussteller zeigten und verkauften Waren von Drittherstellern. Darunter gab es Riegel und Brotaufstriche. Insgesamt war das Angebot an Superfoods dieses Mal überschaubar, was zur Abwechslung richtig angenehm war. Toll fand ich die Möglichkeit die Teigwaren aus Soja und Bohnen zu testen, welche zurzeit überall die Runde machen. Coop verkauft sie zum Preis von über 5.– , was teuer ist. Durch das Probeessen konnte man sich vom Geschmack und der Konsistenz überzeugen lassen. Auch weitere Anbieter gaben Kostproben heraus. Bei „The Green Fairy“ probierte ich das Peanutbutter-Schokoladen und das Maple-Walnut Eis. Beide sehr fein, auch wenn die Peanutbutter-Schokoladen Kombination mich bei weitem mehr begeistern konnte. Aber ich bin ja auch ein riesengrosser Fan der beiden Zutaten 🙂

The Green Fairy: Jummi

Neben Essen bot sich auch Platz für Fairfashion, Gürtel, Portemonnaies und weiteres aus Lederimitaten. Auch Kosmetik wurde präsentiert. Damit habe ich mich nicht auseinandergesetzt, da ich aktuell keine neuen Kosmetika kaufe.
Und jetzt noch ein Angebot welches mir besonders aufgefallen ist: „Get your free vegan tattoo“ – ich habe mich nicht getraut. Eigentlich wäre das die perfekte Gelegenheit gewesen, denn ich habe schon eine Weile Interesse an einem Tattoo. Jetzt weiss ich auf alle Fälle in welchem Studio ich mir tierfreundlich eines stechen lassen kann.

Aufgefallen

Ja, ich zeige gerade Kehrrichtsäcke auf meinem Blog. :P  Die Kompost-Toiletten

Das Abfall- und Toilettenkonzept! Bei jedem Müll waren zwei Kehrrichtsäcke aufgehängt. Der eine für regulären Müll und der andere für kompostierbare Objekte. Gerichte werden oft nachhaltig in solchen verkauft und so war es für einmal schön diese auch richtig entsorgen zu können. Da ärgere ich mich sonst immer!
Die Toiletten fielen rein durch ihr Äusseres auf: Urchige Holzhüttchen mit einem kleinen herzförmigen Loch in der Tür. Ich kenne die Funktionsweise nicht genau, aber sie scheinen die Exkremente anschliessend zu kompostieren. Ich fand es eine passende Abrundung zum Nachhaltigkeitskonzept des Anlasses.

Gegessen

Viel zu viel 🙂 Aber eigentlich alles nur Kleinigkeiten – das summiert sich aber halt auch im Bauch. Und dazu kamen noch einige zusätzliche Happen zum Ausprobieren.

  • Käsekuchen: Wie schon erwähnt: Absoluter Wow-Effekt!
  • Eis bei The Green Fairy
  • Waffeln mit Schokolade und Bananen: Viel zu viel Schokolade aber so richtig fein!
  • Süsskartoffelfrites
  • Mini-Doughnuts mit Zimt und Zucker
  • Pralinees von Naturkostbar <3

Fazit zur Veganmania 2016

Es ist toll, das Events zur veganen Bewegung durchgeführt werden. Das erhöht die Popularität und bietet vielen Menschen einen Einblick. Vorurteile können abgebaut werden und mit feinem Essen lassen sich Menschen sowieso lieber überzeugen.
Bei mir sind solche Anlässe jeweils relativ teuer, da ich von allem etwas probieren möchte und die Chance ergreife dies auch zu tun. An der Veganmania war das Angebot mehrheitlich vielseitig und an einem schönen Ort gelegen. Viele der Stände kannte ich bereits von ähnlichen Anlässen aber es gab auch einige „neue“ – das fand ich toll!

Danke an die Veranstalter für die Organisation und Durchführung der Veganmania 2016!

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