Gedanken

Gedanken und Worte

24. April 2016

Photo by Hope House Press on Unsplash

Ich will jeden Tag einen Text schreiben.

Dieser Text soll mir selbst immer wieder gute Argumente liefern, meinen Versuch jeden Tag zu schreiben durchzuziehen.

Eigentlich ist mir egal, über was ich schreibe. Ich habe das Gefühl, ich stehe still. Und ich habe so viele Gedanken, Gefühle, Erlebnisse, an die ich mich gerne erinnern würde! Eigentlich schrieb ich schon immer gerne. Wie das aber so ist: Alles andere ist wichtiger. Schreiben hat keinen Platz in meinem Leben.
Ein Stück weit finde ich das traurig. Ein gutes Buch? Kann mich so fesseln, dass ich an nichts anderes mehr denken kann! Buchstaben machten mich schon immer glücklich. Vielleicht können sie es ja auch, wenn ich sie selbst versuche aneinanderzureihen?

Ich liebe es, mir Dinge zu notieren. Das Gefühl des Stifts auf dem Papier finde ich unfassbar toll. Und jetzt frage ich mich gerade, weshalb ich das alles auf einer Tastatur tippe. Unlogisch, warum breche ich nicht einfach ab? Versuche mich an etwas anderem? Ich arbeite doch schon genügend am Laptop. Es gibt wahrscheinlich keinen Tag in den letzten paar Jahren, wo ich nicht online war. Traurig.

Ich schreibe doch für mich, denk ich mir.
Aber gleichzeitig möchte ich das hier (was auch immer es wird) teilen, denn möglicherweise geht es jemandem ähnlich wie mir. Ich mag Diskussionen, Meinungsvielfalt und den Austausch. Vielleicht werde ich aber ausgelacht, blöd angemacht?
Und mit etwas sozialem Druck ziehe ich Dinge besser durch: Wie wahrscheinlich viele!

Es braucht so viel Mut. Ich habe erst zwei Freundinnen davon erzählt.
Diese Angst nicht akzeptiert zu werden mit dem wer man ist, was man tut ist unsäglich traurig.

Ich will einfach mich selbst sein.

Ich will spannend, schön, interessant meine Gedanken niederschreiben können. Ich möchte mir selbst zeigen, wie vielfältig mein Leben ist. Dieser gefühlt graue Alltag wird mich nicht kriegen, das macht mich unglücklich. Vielleicht befreit mich das auch von Ballast in meinem Kopf. Momentan fühlt sich dieser nämlich zu voll an.

Ich werde jeden Tag einen Text schreiben. Ein Jahr lang? Ich weiss es nicht. 

So viele Vielleichts, Ängste, Zweifel in diesem Text. Und trotzdem stimmt er mich hoffnungsvoll.

 

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