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11 einfache Wege zu deinem ökologischeren Lebensstil

31. August 2017

Jeder von uns verwertet täglich Ressourcen und braucht Energie. Bewohner der westlichen Ländern, also auch wir in der Schweiz, haben einen zu hohen ökologischen Fussabdruck. Beträgt der Fussabdruck mehr als eins bedeutet das, dass die eigene Lebensweise nicht nachhaltig ist da mehr Ressourcen verbraucht werden als nachwachsen und entstehen können. Der Schweizer Durchschnitt beträgt 2.6 Erden – wir verbrauchen also 1.6 mal zu viel!

Deswegen möchte ich euch heute zehn einfache Wege zeigen wie du deinen eigenen ökologischen Einfluss reduzieren kannst.

11 einfache Wege zu deinem ökologischeren Lebensstil

1. Spare Energie

Energie gehört zu unseren kostbaren Gütern. Sie lässt dich das gemütliche Licht im Wohnzimmer anzünden, sie lädt dein Handy und das Wasser pumpt sich auch nur durch sie in deine Wohnung.
Achte dich einmal darauf, wo du alles Energie verbrauchst ohne dass du es aktiv merkst. Das kann bei eingesteckten Ladegeräten sein, Bildschirmen oder auch nur bei der Kaffeemaschine. Diese Geräte sind oft im Stand-by Modus und warten auf ihren Einsatz. So unnötig! Durch das komplette Ausschalten dieser unbenutzten Geräte lässt sich einiges einsparen! Und mit einer Steckerleiste funktioniert das mit einem Klick.

Und wenn das nächste Mal eine Lampe oder ein elektronisches Gerät kaputt geht: investiere in einen langlebigen, energieeffizienten Nachfolger.

2. Gehe sorgfältig mit Wasser um

Wasser ist unsere Lebensgrundlage. Als ich diesen Sommer den Rhonegletscher sah habe ich mich erschreckt, wie wenig davon noch übrig ist! Durch einen bewussten Umgang mit Wasser lassen sich nicht nur die Wohnungs-Nebenkosten senken. Es ist nicht ganz klar wie sehr es hilft, dass wir Wasser sparen – weil noch hat es ja genug in unseren Breitengraden. Nichtsdestotrotz ist ein sorgfältiger Umgang und eine Schonung des Trinkwassers sicherlich auf lange Sicht nicht verkehrt! Beachten solltest du auch wie viel Wasser benötigt wird um gewisse deiner konsumierten Lebensmittel herzustellen. Rindfleisch verbraucht zum Beispiel immense Mengen Wasser pro Kilo Fleisch!

3. Kaufe nur ein, was du wirklich brauchst

Überlege dir genau, was du benötigst. Die neue Handtasche sieht vielleicht einer ähnlich die du schon Zuhause hast? Denke daran, dass jeder Gegenstand in seiner Herstellung Ressourcen verbraucht. Wasser eigentlich immer, Materialien aber auch menschliche Arbeitskraft. Durch eine Reduktion deines Konsums verbrauchst du automatisch weniger Ressourcen. Zudem bedeutet weniger zu haben automatisch auch, sich um weniger kümmern zu müssen – auch nicht schlecht, oder?

4. Reduziere deinen Abfall

Wir produzieren jährlich mehr als 700kg Abfall pro Person – stell dir einmal diese absurde Menge vor! Da ist eine Reduktion dringend angesagt – Und die kannst du ganz einfach starten: Bewahre Plastiktüten auf und verwende sie wieder. Oder noch besser: Du organisierst dir hübsche Jutebeutel und packst deine Einkäufe fortan in diese. Und wenn du mehr als einen hast kannst du jedes in eine Tasche stecken – und musst nicht einmal mehr daran denken wenn du aus dem Haus gehst. Weitere Möglichkeiten sind ein wiederverwendbares Besteck mitzunehmen und natürlich eine wiederverwendbare Trinkflasche zu benutzen!

RELATED POST: Eine Flasche mehr, tausend Flaschen weniger: Inspiration für schöne Trinkflaschen

5. Wiederverwenden

Wiederverwenden geht Hand in Hand mit dem Reduzieren des eigenen Abfalls. Überlege dir einmal, wo du Dinge wiederverwenden kannst um Abfall zu vermeiden.

Ideen sind:

  • Ein schönes Gonfi-Glas für Essensreste
  • Ein Lappen statt Papierhandtücher in der Küche
  • Alte T-Shirts aufschneiden und zum Putzen benutzen

6. Recycle deine Abfälle

Die Schweiz hat eines der besten Recycling-Systeme der Welt. Überlege dir bei allem was in den Müll wandert, ob du es nicht wiederverwenden kannst. Und wenn nicht, dann schau aufs recyclen. Vieles ist schon ganz einfach möglich! Zum Beispiel Glas, PET, Karton, Papier, Alu… Wir sollten von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Und wenn das recyclen nicht möglich ist, dann unbedingt richtig entsorgen – auch wenn das heisst, dass du einmal in den Abfallsammelhof fahren musst.

7. Kaufe gebrauchte Gegenstände

Wie bereits erwähnt verbraucht die Herstellung von neuen Gegenständen viele Ressourcen. Diese kannst du schonen indem du gebrauchte Gegenstände kaufst. Was du suchst will ziemlich sicher gerade jemand loswerden! Der Vorteil etwas so zu kaufen ist nicht nur der geringere ökologische Fussabdruck sondern auch die Schonung deines Portemonnaies. Und oft finde ich ganz herzige Sachen, die viel toller sind als aus einem aktuellen Katalog 🙂

Orte um gebraucht zu kaufen:

  • Flohmarkt-Gruppen deiner Stadt auf Facebook
  • Ricardo.ch und Ebay
  • Flohmärkte
  • Brockenstuben, Börsen

8. Pflanzliche Ernährung

Wenn du beginnst pflanzlich zu essen reduziert sich dein ökologischer Impact radikal. Die Produktion von Fleisch, Milch und Käse verbraucht so viel Wasser und Land – es ist unglaublich. Um Fleisch und Milch herzustellen müssen Tiere aufgezogen, gehalten, gefüttert und getränkt werden, was grosse Mengen an Ressourcen verbraucht. Das Futter, welches Tiere in der Nutztierhaltung zu fressen kriegen besteht oft auch aus Teilen Soja – das Soja, welches fast zu 100% für die Regenwaldabholzung verantwortlich zu machen ist. Und von weit her kommt. Der Einfluss deiner Ernährung auf die Umwelt ist gigantisch!

RELATED POST: Den Veganismus verstehen

Zu diesem Thema habe ich einen grösseren Post in Planung. Mehr dazu bald.

9. Kaufe lokal und saisonal

In den Läden kannst du mittlerweile das ganze Jahr über alles kaufen. Der Transport von Lebensmitteln um die Erde macht das möglich. Die langen Transportwege sind aber keineswegs öko-freundlich! Per Flugzeug oder Schiff zu uns gekommen hat manches Essen so einiges auf dem Buckel. Und dabei sind hiesige Lebensmittel doch gar nicht langweilig… Gerade wenn du dich beginnst mit dem Saisonkalender auseinanderzusetzen bekommst du richtig viele neue Ideen was du kochen kannst. Die Schweiz hat nämlich viele heimische Gemüse und Früchte, die wir so gar nicht mehr so oft benutzen. Richtig schade, nicht? Saisonal und lokal ist oft auch günstiger als eine Ananas von Übersee, was auch wieder dem Geldbeutel zu gute kommt.

10. Burn fat not fuel

Verbrenne Fett statt Treibstoff. Diesen Satz habe ich mal irgendwo gelesen und er ist hängen geblieben. Statt also das Auto oder den Bus zu nehmen solltest du dich auf das Fahrrad schwingen oder die Strecke zu Fuss gehen. Statt Energien zu verbrauchen tust du so etwas für deine Gesundheit – viel besser. Für längere Distanzen sollten wir aber alle statt aufs Auto auf den öffentlichen Verkehr setzen. Unbedingt.

11. Auf lange Zeit investieren

Dieser Punkt ist mir besonders wichtig. Vor deiner nächsten Neuanschaffung solltest du dir genau überlegen in welches Produkt du investierst. Möglicherweise ist das teurere Modell auf lange Sicht sinnvoller, da es sich länger hält. Langlebige Gegenstände kommen nicht so schnell wieder in den Abfall-Zyklus und sind damit ressourcenschonender als billige, schnell kaputt gehende Produkte. Ein gutes Beispiel ist ein Wasserkocher: Du kannst in ein günstiges 10 Franken Modell investieren – und ihn nach einem halben Jahr austauschen. Dann war der Aufwand um das Produkt herzustellen grösser im Vergleich zu seiner effektiv genutzten Zeit. Zudem musst du wieder einen neuen kaufen. Ein teurerer Wasserkocher den du jahrelang im Einsatz hast zahlt sich so auf lange Sicht viel mehr aus, als immer wieder neue Geräte zu kaufen.
Teurer ist aber nicht immer besser: Informiere dich vorher sorgfältig über die verschiedenen Produkte.


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